Bullshit Bingo – Working Mom

Vor einigen Tagen erzählte ich in den Instagram Storys wie die Kindergärtnerin meiner Tochter mich darauf hinwies, dass ja Ferien sind und die Kinder in dieser Zeit meist früher von ihren Eltern abgeholt werden. Ich habe mich über diese Aussage sehr geärgert, denn es ist ja nicht so, dass ich meine Tochter in den Kindergarten schicke um dann in Ruhe Kaffee trinken zu können. Das kann ich nämlich auch in Ruhe mit meiner Tochter. Die Resonanz auf mein Frustposting von Euch war groß und ich merkte mal wieder: Ich bin nicht alleine mit diesen Erfahrungen. Daher habe ich für Euch einige Sprüche die ihr mir gesendet habt zusammengefasst. Als Bullshit Bingo – Working Mom.

 

Bullshit Bingo – Working Mom
Sprüche – die wir 2017 nicht mehr hören wollen!

 

Bullshit Bingo Working Mom

 

Ob eine Mutter arbeiten geht ist eine sehr individuelle Entscheidung und hat viele Facetten. Finanzielle, berufliche, familiäre und gesellschaftliche. Anhand einer Außenaufnahme über das Leben der Familie zu urteilen und ob diese Frau nun arbeiten gehen sollte oder nicht, empfinde ich als anmaßend, übergriffig und auch ziemlich unverschämt.

Wir müssen uns gegenseitig schon zutrauen, dass wir immer im besten Sinne für uns selbst und unsere Familie entscheiden. Denn ich bin mir sicher, jede Frau und Mutter hat bei jeder Entscheidung die die eigene Familie betrifft immer nur die besten Absichten.

Urteilt also nicht zu schnell! Wählt Eure Worte mit bedacht! Und lasst gegenüber Eurer Umwelt die Milde walten, die Ihr Euch auch für Euch selbst wünscht.

Dann ist so ein Bullshit Bingo der Working Mom hoffentlich bald nicht mehr notwendig!

 

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8 Kommentare

  1. Bei der Anzahl der kita-Schliesstage bin ich froh, dass der Urlaub dafür ausreicht… mein vollstes Verständnis!

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  2. Ich habe tatsächlich noch keinen dieser Sprüche gehört (obwohl ich recht „viel“ arbeite im vergleich zu anderen Müttern hier im Süden).
    Dafür aber folgende: Wenn ich sage, dass mein Sohn 8h am Tag in die Kita geht kommt immer: „Das ist ja schon recht viel!“.
    Genau der gleiche Spruch kam auch, als ich 30h/Woche gearbeitet habe als mein kind 1 Jahr alt war.

    Die Sprüche kommen übrigens bevorzugt von Männern, die 50h und mehr pro Woche arbeiten …

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  3. Danke für den Text, das beschreibt es sehr treffend und spricht mir seeeeehr aus der Seele! Hoffe auf mehr gegenseitiges Verständnis und weniger (Bullshit)Vorurteile.
    Wünsche dir und deiner Family schöne und hoffentlich auch ein bissel erholsame Ostertage
    VG, Denise

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  4. Hach liebes, ich erlebe es gerade so sehr…. aber weißt Du was? Wir müsssen uns am Abend in die Augen schauen können. Nicht die anderen….

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  5. Hallo, guter Text. 🙂 Mir ist beim Lesen klar geworden, dass ich den ein oder anderen dieser Sprüche auch schon gehört habe. Zwar mit anderen Worten und manchmal sorgsamer verpackt, aber ich höre sie und sie sagen mir immer, Du bist nicht genug für Deine Kinder da. Dann frage ich mich schon, wie das andere Mütter so machen. Ich weiß zum Beispiel, dass viele Mütter in meinem unmittelbaren Umfeld, ihre Kinder spontan zu Hause behalten können anstatt sie in die Kita zu bringen, dass sie es vormittags zum Gartentag in die Schule schaffen und dass sie schon am frühen Nachmittag zum Eltern-Kaffee einladen? (Das sind nur ein paar wenige Beispiele, die mir gerade spontan einfallen). Ich schaffe das in einer normalen Arbeitswoche nicht und wenn, dann arbeite ich diese Stunden mühsam nach. Natürlich denke auch ich darüber nach, weniger zu arbeiten, aber das ist nicht allein meine Entscheidung, sondern ganz klar eine Frage des Geldes, der beruflichen Situation und im Hinblick auf die Aufgabenteilung mit meinem Mann auch eine persönliche Sache. Im Moment orientiere ich mich neu und versuche herauszufinden, was für eine Mama ich sein kann, wie unser Familienleben zukünftig ausgewogener funktionieren kann und wieviel Beruf in mein Leben gehört, ohne dass wir uns finanziell ruinieren und ohne dass ich mich selbst dabei verausgaben muss. Das ist alles gar nicht so leicht und Vorurteile und Gemeinplätze helfen mir natürlich so gar nicht dabei. Deshalb danke ich Dir für Deine offenen Worte. LG, Martamam

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  6. Ja, das kennt wohl jede Mama. Mein Mann musste sich so etwas allerdings noch nie anhören… Der Klassiker ist auch immer wieder: Wenn ich nicht gearbeitet habe und mein Kind zuhause betreut habe: „Und dafür hast du studiert?“ > kommt meist von Kinderlosen. Und wenn ich arbeite und meine Kind im Kiga ist: „Und dafür hast du Kinder bekommen?“ > kommt meinst von Eltern. Gott sei Dank müssen wir es uns nur selber recht machen… Viele Grüße

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