#CoronaElternrechnenab – denn wir sind nicht nur wirtschaftlich relevant

#CoronaElternrechnenab – denn wir sind nicht nur wirtschaftlich relevant

Im Zuge der Aktion #CoronaElternrechnenab, die von Rona und Sonja zusammen mit EditionF ins Leben gerufen wurde, habe ich eben mal zusammengerechnet: Seit mehr als 6 Wochen Unterrichte ich – wenn man das so nennen kann – meine Kinder zu Hause. Das sind 240 Stunden, die ich bereits für das sogenannte Homeschooling meiner Kinder investiert habe. Bei dieser Zahl ist mir erstmal die Kinnlade runter geklappt.

Corona Eltern rechnen ab – der offene Brief an unsere Regierung

Mein Leben war vor Corona schon anspruchsvoll. 3 schulpflichtige Kinder, eine eigene Firma mit zwei Mitarbeitenden und kein Kind, dass in eine nachschulische Betreuung geht. Denn für meinen Großen Sohn wird dies in seiner Altersstufe nicht mehr angeboten und mein mittlerer Sohn kommt aufgrund seiner Hochsensibilität mit einer zu langen Betreuung weg von zu Hause nicht zu recht.
Und so habe ich das große Glück – ganz besonders jetzt, in Zeiten von Corona – das ein Au Pair bei uns lebt und uns bei der Betreuung meiner Kinder unterstützt. Denn eines war schon vor Corona klar. Arbeit und Kinder lassen sich ohne Unterstützung nicht vereinbaren!

Und da ist noch meine Firma. Löhne zu zahlen und Miete und weitere Verbindlichkeiten die beglichen werden müssen. D.h. ich hatte schon einen sehr anspruchsvollen Beruf – und seit dem 16. März habe ich noch einen Weiteren – als Aushilfslehrkraft.
Das Problem dieses neuen, mir ungefragt übermittelten Zusatzjobs – er vermindert die Zeit, die ich für die Arbeit für meine Firma und meine Mitarbeiterinnen zur Verfügung habe und sorgt so für erhebliche, finanzielle Ausfälle.

Ich bin eine Mutter – und ich bin eine wirtschaftliche Kraft in diesem Land und will gesehen werden

Ich habe großes Verständnis für die Öffnung der Gastronomie, von Fitness-Studios, Bekleidungsgeschäften und ja, auch für die Wiederaufnahme von Bundesligaspielen. Denn dies alles sind wichtige Wirtschaftsfaktoren und mit der Wiederaufnahme werden Arbeitsplätze gesichert und auch Steuereinnahmen, die unser Staat heute mehr denn je braucht.

Was mich bei all der Wiederaufnahme aber irritiert: In Unternehmen im ganzen Land arbeiten Mütter und Väter. Genau diese Mütter und Väter haben aber gar nicht ausreichend Zeit die erforderliche Wirtschaftsleistung zu erbringen, denn sie sind mit der Betreuung ihrer Kinder beschäftigt.

Warum sind die Politiker dieses Landes bereit auf diese Wirtschaftskraft zu verzichten? Warum wird nicht ausreichend nach Lösungen gesucht, auch uns Eltern wieder die Möglichkeit zu geben unserer Erwerbsarbeit nachzugehen?

Ich stelle meine Wirtschaftskraft nicht kostenfrei zur Verfügung

Da ich auf diese Frage bis heute keine Antwort bekommen habe. Da wir Eltern weiterhin mit unseren Sorgen, unseren Belastungsgrenzen alleine gelassen werden, drehen wir Eltern nun eben den Spieß um.
Wir stellen unsere Wirtschaftskraft – die ohne Rückfragen, ohne Hilfestellungen und ohne jegliche Kommunikation eingefordert wird – unserer Regierung in Rechnung.

Im Detail sieht dies so aus:

Offener Brief von Corona Eltern - Rechnung für geleistete Stunden

Ich stelle meine Arbeitszeit – die ich aktuell in die Betreuung und Beschulung meiner Kinder investiere – anstatt in meine Firma, meine Kunden und meiner Mitarbeitenden in Rechnung.
Eigentlich müsste ich ja noch den wirtschaftlichen Schaden, der mir und meinen Mitarbeitenden durch diese hohe Anzahl an Minusstunden auf meiner Seite entsteht mit in die Rechnung mit aufnehmen! Und durch genau diesen Schaden auf meiner Seite nimmt mir der Staat auch die Möglichkeit Umsatz zu generieren, auf den wiederum ich Steuern zahlen würde – die dann dem Staat als Mehreinnahmen zur Verfügung stehen würden.

6 Wochen für 12.423,60 Euro – das ist ein echtes Schnäppchen für den Staat

Da ich schon vor der Corona-Krise recht wenig an öffentlicher Betreuungsunterstützung bezogen habe, ist dies zum Glück noch relativ wenig Extrazeit im Vergleich zu einer Familie, deren Kinder vorher bis 16 Uhr betreut wurden. Zudem fallen bei uns – nicht wie bei vielen anderen Familien – keine Extrakosten für Mittagessen und Co an, weil unsere Kinder sonst im Kita oder Hort zu Mittag gegessen haben. Denn auch hier haben wir uns bereits vor der Corona-Krise selbst geholfen und damit Kinder und Beruf vereinbart.

Und weil ich weiss, dass der Staat momentan bereits ziemlich knapp bei Kasse ist, stelle ich meine Erbrachte Leistung auch mit einem reduzierten Stundensatz zur Verfügung. Und nicht dem Stundensatz, für den ich sonst für meine Kunden arbeite. Das finde ich schon recht großzügig von mir.

Warum ich das tue? Weil ich müde bin das Familien nicht gesehen werden!

Wir Familien werden von der Politik nicht gesehen – wir werden übersehen. Wir müssen um Betreuungsplätze kämpfen und geben am Ende unsere Kinder in Einrichtungen mit schlechten Betreuungsquoten und schlecht bezahlten, überarbeiteten Erzieher/innen.
Unsere Kinder sind Teil eines Schulsystems, das veraltet, analog und vergessen ist. Mit dreckigen Schultoiletten, wenig Raum für Kinder mit erhöhtem Betreuungsaufwand und Lehrmethoden die nicht zur beruflichen Zukunft unserer Kinder passen.
Denn wir Familien werden übersehen. Weil wir nicht laut genug sind.
Weil wir auch vorher schon am Limit waren.

Mein Brief geht morgen in die Post. Ich bin nicht nur müde von der Dreifachbelastung. Ich bin auch müde vom „nicht gesehen werden“!

Mitmachen bei #CoronaElternrechnenab

Wenn auch du bei „Corona Eltern rechnen ab“ mitmachen willst, dann kannst Du hier die Rechnungsvorlage herunterladen und so auch eine Rechnung an deine Landesregierung schicken. Denn wir Eltern haben es endlich verdient gesehen zu werden!

Was mich diese Woche bewegt hat: Von Politik, über Medienerziehung bis zu Sport

Was mich diese Woche bewegt hat: Von Politik, über Medienerziehung bis zu Sport

In der letzten Zeit bewegen mich wieder sehr viele Themen und Artikel, die mir in meinem Alltag, bei meinen Recherchen oder über mein von mir so hochgeschätztes Netzwerk begegnen. Diese Dinge bewegen mich, lassen mich nachdenken und innehalten. Immer wieder verspüre ich den Impuls sie mit euch zu teilen. Doch finde meist die Zeit nicht. Und dann habe ich mich an eine alte Serie zurückerinnert – meine Lesezeichen des Monats. Und wisst ihr, warum ich die beendet habe? Weil ich so schlecht die passenden SEO Titel dazu gefunden habe. Wie doof oder? Dabei ist das hier mein Blog. Meine Regeln. Und auch wenn ich weiss, wie wichtig SEO für einen reichweitenstarken Blog ist – so geht es mir hier auf die-anderl.de vielmehr um den Austausch als die Reichweite. Doch irgendwie hat es etwas gedauert, bis ich mich darauf zurückbesonnen habe…


Meine Lesezeichen – eine alte, neue Tradition


Merkel – die Unerwartete

Über einen Post von der lieben Judith auf Instagram bin ich auf den Film „Merkel die Unerwartete“ gestoßen. Er zeigt Merkels Weg von Anfang an und gibt ein viel besseren Einblick und Verständniss darüber, warum Merkel so ist und so handelte, wie sie es tat. Und es zeigt, welch männerdominierte Welt die Politik ist.
Mich hat dieser Film sehr bewegt, sehr berührt und mich in meinem Wunsch gestärkt mich wieder stärker in die Politik einzubringen.
Leider ist der Film über die ARD Mediathek nicht mehr zu sehen – aber ihr könnt ihn hier bei Amazon für 3,99 leihen.



Medienerziehung – TV Tipp und eigene Erkenntnis

Vorletzte Woche habe ich mein zweites Smartphonetrainig für die Klasse meines Sohnes gehalten. Diesmal waren primär Mädels anwesend. Spannend hierbei war zu sehen: Während die Jungs primär zocken, verbringen die Mädchen vielmehr Zeit in Social Media und haben auch viel mehr Angst vor Themen wie „Mobbing“, oder mussten dies bereits erleben. Als ich am Wochenende krank war, sah ich im Ersten eine Dokumentation über das Thema „Smartphone und Kinder„, die bei mir eine Erkenntnis besonders bekräftigt hat. Es sind nicht die Kinder, die das Problem sind, wenn es um die Smartphonenutzung geht. Es sind wir Eltern, die sich mit dem Thema vorab nicht ausreichend auseinandersetzten, keine klaren Regeln definieren, kein Interesse zeigen und oft selbst kein gutes Vorbild sind. Auch ich selbst muss dringend noch an meiner Vorbildrolle arbeiten.


Sport und Inklusion

Gestern wurden die Sportler des Jahres in Baden Baden gekürt. Neben Angelique Kerber und Patrick Lange wurde auch die Radsportlerin Kristina Vogel ausgezeichnet, die nach einem schweren Zusammenstoß mit einer anderen Fahrerin querschnittsgelähmt ist. Ich habe schon einige Interviews mit ihr in den letzten Wochen gelesen und bin beeindruckt von ihrer Willensstärke und ihrer Offenheit. Traurig gemacht hat mich aber dieser Post:


Und irgendwie ist dieses Bild symbolisch dafür, wie gedankenlos wir oft miteinander umgehen. Wie wenig Aufmerksamkeit wir den Bedürfnissen anderer schenken. Findet ihr nicht?


Es ist verdammt noch mal mein Körper

Warum hört die Politik manchmal nicht einfach auf die Bürger, welche die Themen auch wirklich betreffen? Mich bringt das manchmal echt zum Rasen! Warum dürfen nicht nur Frauen über den §219a entscheiden? Der Paragraph, der sich mich dem Thema „Kommunikation über Abtreibung“ beschäftigt.
Die liebe Juramama, hat das Thema mal von der rechtlichen Seite beleutetet und ich feiere sie für diesen Artikel!
Raus aus meinem Uterus
Btw. Ich habe diesen und einen anderen Artikel in meiner privaten Timeline auf Facebook geteilt. Die Reaktionen waren leider sehr mau – und ich frage mich da immer wieder, warum Selfies mehr Reaktionen bekommen wie so politisch relevante Themen?

That´s a wrap for now

Gab es auch Artikel, Beiträge und Themen die Euch in den letzten Wochen bewegt haben – teilt sie gerne hier mit mir. Ich freue mich.

Fitnesstracker für Kids – die Garmin vivofit jr 2 im Test – inkl Gewinnspiel

Fitnesstracker für Kids – die Garmin vivofit jr 2 im Test – inkl Gewinnspiel

Vor einigen Monaten habe ich ich euch ja bereits hier erzählt, dass ich den Wunsch habe mir eine Smartwatch zu kaufen, um meine sportlichen Leistungen und einige weitere meiner Fitnessdaten zu tracken. Vor  ca. 2 Monaten erfüllte ich mir genau diesen Traum und kaufte mir eine GARMIN Forrunner 735 XT und bin seitdem ein total begeistertes GARMIN-Girl. Daher habe ich mich auch sehr gefreut, als GARMIN uns gefragt hat, ob wir die GARMIN vivofit jr 2, einen Fitnesstracker für Kids testen wollen.

Werbung

 

Garmin Vivofit Jr 2 im Test

Die GARMIN vivofit jr 2 im Test

 

Die GARMIN vivofit Jr 2 ist eine Smartwatch für Kinder. Dabei ist die vivofit jr 2 aber keine Smartwatch wie wir sie von von uns Erwachsenen kennen, sondern hat viele – wie ich auch finde unerwartete Tools, die ich Euch hier vorstellen möchte.

Ein paar Fakten:
Das kann die GARMIN vivofit jr 2

  • Die vivofit jr 2 trackt das  tägliche Aktivitätslevel der Kids
  • Die vivofit jr 2 von GARMIN ist geeignet für Kids ab 4 Jahren
  • Mit der vivofit jr 2 2 könnt ihr den Kindern tägliche Aufgaben – via der Eltern App – zuweisen
  • Die Uhr enthält eine Stopuhr und ermöglicht eine wiederkehrende Erinnerung – z.B. ans tägliche Zähneputzen
  • Mit der vivofit jr 2 2 können die Kids – mit den Eltern oder Geschwistern – Fitness-Wettkämpfe starten – sogenannte Toe-2-Toe Challenges
  • Die Batterie der vivofit jr 2 2 hält ca. 1 Jahr – D.h. im Vergleich zu den Smartwatches für Erwachsene ist hier kein Aufladen nötig
  • Das Armband der Vivofit Jr ist austauschbar
  • Die vivofit jr 2 2 ist wasserfest – kann also beim Schwimmen getragen werden

 

Laufen mit Kindern - Garmin

Gemeinsam Laufen – mit der Garmin Vivofit Jr. 2 macht das noch mehr Spaß

So begleitet uns die vivofit jr 2 in unserem täglichen Alltag

 

Wir haben die GARMIN vivofit jr 2 nun über einen Monat im täglichen Einsatz gehabt und somit auf Herz und Nieren geprüft. Und soviel vorab – die Uhr kann so viel mehr als ihr glaubt.
Wer uns kennt weiss – das Thema Bewegnung und Fitness ist bei uns in der Familie ein sehr beliebtes. Und so ist die Fitness-Funktion in dieser Kindersmartwatch für uns gar nicht das entscheidende Feature geworden.
Klar macht es den Kids Spaß ihre Aktivitäten zu tracken und in Challenges gegeneinander anzutreten. Doch für uns war ein anders Feature der vivofit jr 2 noch viel überzeugender.
Eine wirkliche Bereicherung in unserem Alltag ist die Möglichkeit, mit der vivofit jr 2  den Kindern tägliche Aufgaben zu stellen, Zusatzaufgaben mit Extrapunkten zu versehen und somit endlich mehr Routine und weniger Diskussionen in unseren Familienalltag zu bekommen.

 

Routine in den Familienalltag bringen
Mit der vivofit jr 2

 

Das hört sich jetzt alles recht theoretisch an – daher zeige ich euch das am besten anhand unserer Erfahrungen, wie die vivofit jr  uns im Familienalltag „in der Praxis“ unterstützt.

Hand aufs Herz – wer kennt es nicht? Diese immer und immer wiederkehrenden Diskussionen und Situationen mit den Kindern wie:
„Denkst Du bitte daran, deine Zähne zu putzen?“ oder „Räumst Du bitte deine Schuhe und deine Jacke in den Schrank?“ oder „Es ist jetzt Zeit für Hausaufgaben“. Gerade bei drei Kindern kehren diese Situationen wie ein Bumerang täglich immer wieder.

 

Die Garmin Vivofit Jr 2

Die Garmin vivofit jr 2 gibt es im Disney Princess Design oder Marvel Spider-Man Design

 

Belohnungen statt Diskussionen

 

Mit dem System der Aufgabenverteilung bzw. Übergabe in der GARMIN vivofit jr 2 haben wir zusammen mit den Kids – und ich finde der Punkt ZUSAMMEN ist hier ein entscheidender Faktor – Aufgaben definiert, die im täglichen Alltag immer und immer wieder vorkommen. Punkte wie das  tägliche Zähneputzen, Hausaufgaben, die Brotzeitbox aus dem Schulranzen räumen und viele andere.
All diese Aufgaben haben wir je nach Wichtigkeit und auch Lästigkeit gemeinsam gewichtet und dahinter Punkte gelegt. Die Augaben haben wir  hier individuell je nach Kind und Fähigkeiten definiert. Zudem haben wir gemeinsam bestimmt, wieviele Punkte jedes Kind sammeln muss, bis es einen kleinen Herzenswunsch erfüllt bekommt. Bei unserem Großen ist dies z.B. die Reparatur seines Handy-Displays.

D.h. im ersten Schritt haben wir zusammen über die kostenfreie GARMIN vivofit jr App für jedes Kind ein eigenes Profil angelegt. Hinter jedem Profil haben wir dann im ersten Schritt die täglichen Aufgaben hinterlegt.

Zudem gibt es noch die Möglichkeit mit den erreichten Aktivitätspunkten und Challenges in der GARMIN Vivofit Jr App sich in den hier integrierten Spielen neue Level freizuschalten. Hierfür sind in der App zwei Spiele hinterlegt. Die Spiele sind hierbei auf die Modelle der Uhr abgestimmt

Abenteuer erleben mit Rapunzel, Mulan & Co
Im „Magischen Königreich“ helfen die Kinder Rapunzel und Flynn Rider dabei, der bösen Mutter Gothel zu entkommen, retten gemeinsam mit Mulan den Kaiser von China und entdecken die Höhle der Wunder mit Jasmin. Um Edelsteine zu sammeln und somit weitere Optionen freizuschalten, muss das Tagesziel an Bewegung erreicht werden. Also eine kleine zusätzliche Motivation.

Abenteuer mit Spiderman
Über den Dächern New Yorks mit Spider-Man Spannende, interaktive Abenteuer gibt es auch mit Marvel Spider-Man im Abenteuerland „Web Warriors“ zu bestreiten. Kinder können an der Seite von Spider-Man hoch über die Stadt aufsteigen, mit Hilfe unerwarteter Verbündeter gegen Vulture kämpfen und den Grünen Goblin ein für alle Mal aufspüren. Je mehr Aktivitätsziele erreicht und übertroffen werden, desto mehr wird für die
Kinder sichtbar.

Unsere Kids spielen aber zugegebenermaßen die Spiele recht selten. Da wir nur 2 Tage die Woche sogenannte „Medientage haben“ und somit das „daddeln“ an den anderen Tagen tabu ist.

 

Tägliche Aufgaben anlegen:

Mit der GARMIN vivofit jr könnt ihr euren Kids die täglichen Aufgaben in der App hinterlegen.
Neben der Aufgabe selbst hinterlegt ihr, wieviele Münzen jede Aufgabe wert ist.

Über die Smartwatch können die Kids dann die Aufaben täglich „abhaken“ und die Eltern bestätigen dann die Aufgaben im „Elternpanel“ der App, damit sie dann auf dem großen Münzenkonto hinterlegt werden.

Zudem könnt ihr hinter den einzelnen Aufgaben bei Bedarf einen Alarm hinterlegen, damit eure Kids aktiv an ihre Aufgaben erinnert werden.
Wir haben z.B. Themen wie Hausaufgaben und Zähneputzen bei unserer Jüngsten mit einem Alarm hinterlegt, da dies Dinge sind, um die sie sich gerne drückt.

Neben den Pflichtaufgaben haben wir auch täglich freiwillige Aufgaben wie Staubsaugen, Geschirr abtrocken und Co in der vivofit jr App hinterlegt. Diese Zusatzaufgaben ermöglichen es unseren Kids ihr großes Ziel schneller zu erreichen.

 

Das Ziel der digitalen Aufgaben:

Ein Thema, das wir vor Beginn der Nutzung der GARMIN vivofit jr 2 zu Hause stark diskutiert haben: Muss jeder Beitrag zum Familienalltag immer belohnt werden? Und eigentlich sind wir der Meinung – Nein! Dennoch haben wir uns entscheiden, die vivofit jr 2 aktiv in unserem Alltag einzubinden. Denn unser Ziel ist: Unsere Kinder sollen Routinen entwickeln. Routinen erleichtern uns allen das Leben und minimieren die täglichen Diskussionen.

Unsere Kinder sollen lernen, sich selbst zu organisieren. Dinge wie das „Botbox aus dem Schulranzen nehmen“ soll für sie selbstverständlich werden und nicht nur nach einer Aufforderung von uns gemacht werden. Denn das tägliche Erinnern, Diskutieren und Ermahnen ist am Ende für beide Seiten ermüdend. Und nach unserem Test kann ich sagen – es funktioniert.

Heute ist es teilweise sogar so, dass ich nur fragen muss: „Wer mag die Geschirrspülmaschine ausräumen“ und drei kleine, freiwillige, fleissige Helfer vor mit stehen. Unglaublich, oder?

 

Sport und Fitness als Familie mit der vivofit jr 2

 

Auch die Sport- bzw. Aktivitätsfunktionen der Garmin vivofit jr 2 haben wir selbstverständlich getestet.  Erschreckend, wie wenig ich mich täglich bewege
Da mein Mann nach den tollen GARMIN Testtagen im Hotel Dachsteinkönig, an denen wir teilnehmen durften die GARMIN vivoactive 3 besitzt und ich die GARMIN Forerunner bereits seit einigen Monaten, können wir unsere Uhren über die App als Familie zusammenschliessen und somit gemeinsame Tageschallenges, sowie sogenannte Toe-2-Toe Challenges durchführen. Und was soll ich sagen: Erschreckend, wie wenig ich mich in meinem neuen Alltag mit dem CoWorkingSpace im Ort bewege. Das muss sich dringend ändern!

Andererseites ist es schön zu sehen, wie aktiv meine Kids sind. Kind 3 ist übrigens unsere Tochter – die hin und wieder ganz liebenswert gegen die Uhr meutert – weil „die macht, dass sie Hausaufgaben machen muss“.

Und Kind 1 unserer Mittlerer, der ein echtes Energiebündel ist und eigentlich jeden Tag am aktivsten ist.
Das Ganze nochmals so verdeutlicht zu sehen, schäft die Sinne für die Bewegung im Alltag.

 

 

Die GARMIN vivofit jr 2 im Test
Unser Fazit

 

Unser Fazit zur GARMIN vivofit jr 2 fällt wirklich positiv aus. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang etwas skeptisch war. Brauchen Kinder wirklich schon einen eigenen Fitnesstracker? Und was soll das Ganze bringen?
Uns hat der GARMIN Fitnesstracker für Kinder vorallem mehr Achtsamkeit und Transparenz gebraucht. Wert hilft im Haushalt am meisten? Welches Kind bewegt sich am häufigsten? Und wie sieht es so mit meiner eigenen, täglichen Agilität aus?
Das alles ist durch die vivofit jr 2 klarer geworden. Unsere Diskussionen sind weniger geworden – und unser Zusammenhalt besser. Die Kids haben noch mehr Spaß daran z.B. mit mir Laufen zu gehen, da sie hierbei Aktivitätspunkte sammeln. Die Erinnerungen an die täglichen Pflichten übernimmt die vivofit jr 2. Klar braucht es hier und da noch einen Anstupser von uns Eltern – aber sie sind definitv weniger geworden. Wir können die GARMIN vivofit jr 2 also echt empfehlen.

 

Das ist die GARMIN Vivoactive 3 meines Mannes, die ebenfalls mit der Garmin Vivoactive App kompatibel ist.

 

So könnt ihr eine GARMIN vivofit jr 2 gewinnen

 

Jetzt seid ihr dran. Ihr habt die Möglichkeit eine von zwei GARMIN vivofit jr 2 Kinder-Fitnessuhren zu gewinnen. Und zwar entweder im Spiderman-Design oder im Prinzessin-Design. Ich darf je eines dieser Modelle an Euch verlosen.
Alles was ihr dafür tun müsst, um in meinen „Lostopf“ zu kommen ist folgendes:
Verratet mir hier im Blog, auf Facebook oder auf Instagram in einem Kommenar, welche Aufgaben bei euch zu Hause täglich für Diskussionen sorgen?
Ist es fehlende Bewerbung, Hausaufgaben, tägliche zu Bett gehen – oder etwas ganz anders.
Außerdem bennent mir doch bitte Euer Wunschdesign – dann weiss ich gleich in welchen Lostopf ich Euch stecke.

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich Freitag, den 30.11.2018 – 24.00 Uhr. Alle Kommentare, die bis dahin veröffentlicht wurden, nehmen an der Verlosung teil.
Die Velosung findet dann am 1. Dezember statt. Die Gewinner werden per Email oder Social Media Messanger kontaktiert.
Sollte sich der/die Gewinnerin nicht innerhalb von 10 Tagen zurückmelden, werde ich den Gewinn neu auslosen. Das Gewinnspiel geht bis einschließlich 30.11.2018. Teilnehmen darf jeder in Deutschland ab 18 Jahren. Die Auszahlung des Warenwerts ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird per Losverfahren gezogen und zudem auf Facebook & Instagram bekanntgegeben.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit GARMIN

Die Männer müssen mit auf das Vereinbarkeitskarussell!

Die Männer müssen mit auf das Vereinbarkeitskarussell!

Eigentlich wollte ich nicht mehr über Vereinbarkeit schreiben! Oder zumindest nicht mehr so oft. Ab September habe ich nur noch „Schulkinder“ und auch wenn es hin und wieder etwas ruckelt in unserem Vereinbarkeitskorsett, so habe ich doch das Gefühl, wir haben unseren Weg gefunden, mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf umzugehen. Doch in Diskussionen, wie der am vergangenen Sonntag bei der SZ Familie in München, zu der ich eingeladen war merke ich, wie dieses Thema immer noch tief in mir drinnen schwelt. Daher ist dies mal wieder ein sehr emotionaler Text über das Vereinbarkeitskarussell.

 

#Unbezahlte Werbung weil Markennennung

Jungs kommt spielen
Ab auf´s Vereinbarkeitskarussell

 

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ranken sich viele Mythen. Ist sie denn nun möglich? Und wenn nein, was ist der Grund dafür? Mangelnde Betreuungsplätze, fehlende Arbeitsplätze in Teilzeit oder flexible Arbeitszeitmodelle? Haben wir ein Gender Pay-Gap? Und wenn ja, welche Rolle spielt dies bei der Vereinbarkeit? Oder liegt es gar an den Frauen, die ja gar nicht arbeiten und Karriere machen wollen?

Fragen über Fragen und viele Antworten! Und genau da liegt das Problem!

Wo das Problem (in meinen Augen) begraben liegt zeigt eine Diskussion zu genau diesem Thema diese Woche auf Twitter.

 

 

Ja wer ist denn jetzt schuld an der Vereinbarkeitsmisere?

 

Aus einem Tweet, bei dem es eigentlich um einen Sorgerechtsstreit ging, entwickelte sich blitzschnell eine Diskussion über Vereinbarkeit und deren Gründe. „Die Besteuerung ist schuld“ meinte die Eine. „Familienarbeit müsste anerkannt werden“ meinte die Andere. „Den meisten Frauen ist Geldverdienen einfach nicht wichtig“ war das nächste Argument. Und so wurde diskutiert, mit dem Finger auf das andere Vereinbarkeitsmodell gezeigt – ohne jeglichen gemeinsamen Konsens. Wer nun hoffte Männer in dieser Diskussion zu finden, den muss ich leider enttäuschen. Der einzige Mann, der sich zu Beginn eingebracht hatte unterließ dies recht schnell und zog sich aus dieser Diskussion zurück.

Diese Diskussion – in der es in meinen Augen kein Richtig und kein Falsch gab. Keine Verliererin oder Gewinnerin – ist für mich dennoch recht symptomatisch für das wirklich vorherrschende Problem in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dessen Lösung.

 

Holt die Männer mit an Bord!

 

Während wir Frauen ob auf Twitter oder anderswo darüber diskutieren, was das größte Problem der Vereinbarkeit ist, schauen die Männer uns von außen zu.
Sie sehen zu, sie staunen und sie freuen sich, dass wir so trefflich diskutieren  – denn so bleibt uns kaum noch Zeit auch mit ihnen zu diskutieren. Sie in die Pflicht zu nehmen und sie aus dieser auch nicht mehr zu entlassen.

 

Achtung – steile These…

Dabei bin ich mir sicher – wenn Männer wirklich neben uns auf dem Vereinbarkeitskarussell sitzen würden, wenn sie wirklich die gleichen Hürden wie wir Frauen meistern müssten – und wenn wir Frauen sie aus dieser Pflicht auch auf keinem Fall entlassen würden – dann würden sie auf einmal merken wie Scheiße, schnell und anstrengend das alles ist!
Als ich zur Recherche zu diesem Blogbeitrag im Netz suchte, fand ich einen Artikel der Zeit mit dem Titel „Das Gefasel vom neuen Mann„.

Abschnitte wie dieser hier:
„Die knappe Zeit zwingt zu mehr Effizienz im Beruf. Karrierefördernde Kaffeetreffs oder lockere Bierrunden nach der Arbeit passen nicht mehr in den Tagesablauf. Während sich andere für höhere Aufgaben ins Gespräch bringen, sitzt der engagierte Vater an der Bettkante und denkt sich neue Strophen für „Lalelu“ aus.“
ließen mich nur schmunzeln! Wirklich? Vereinbarkeit ist anstrengend?

 

Welcome to our world boys!

Ich glaube genau da liegt der Erfolg bei der Vereinbarkeit! Während wir im Sandkasten der Vereinbarkeit sitzen und uns gegenseitig mit Förmchen beschmeissen und darüber streiten, welches denn nun das viel wichtigere Thema in Sachen Vereinbarkeit ist, sitzen die Männer daneben und prosten uns von der Karriereleiter zu. Gehen morgens entspannt ins Büro und machen abends das Projekt erst noch fertig, bevor sie nach Hause kommen, während wir um 15.00 Uhr gestresst aus dem Sandkasten springen um die Kids von der Kita abzuholen!

Ich bin der festen Überzeugung:

Solange die Männer nicht spüren, welche Fallstricke und Herausforderungen echte Vereinbarkeit bedeutet, so lange wird sich auch nichts gravierend und schnell ändern. Denn nur für uns Frauen – werden sie nichts ändern, von dem sie nicht selbst profitieren! Sind sie aber selbst betroffen – werden sie auf einmal sofort aktiv!

 

 

Photo by Carlos Pernalete Tua from Pexels

 

 

Warum ich das glaube belegt ein Beispiel, das ich so selbst mit meinem Göttergatten erlebt habe und das Problem gut beschreibt:

Unser Erstgeborener war ca. 2 Jahre alt und ging in eine Kinderkrippe ca. 4 Kilometer von unserem Wohnhaus entfernt. Morgens brachte mein Mann den Sohn meist in die Kita und fuhr dann ins Büro. Dort stand der schicke, neue Familien-Van dann bis ca. 19.00 Uhr in der Firmen-Tiefgarage, bis er aus dem Büro nach Hause fuhr.

Ich hingegen fuhr einen alten 1er Golf (ein Erbstück einer Großtante), der weder eine Servolenkung noch Airbags hatte. Mit diesem fuhr ich morgens zur Arbeit, Nachmittags zur Kita, dann zu Spielfreunden, dem Einkaufen und Co.

Mein Mann war der Meinung das sei doch alles super so und der Golf ein tolles Auto. Ich hingegen fluchte, wenn er im Winter mal wieder wegen schwacher Batterie stehen blieb – rief dann den Pannendienst während das Kind quengelte. Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich genug von alle dem hatte! Warum musste ich immer das Nachsehen haben, obwohl ich viel mehr Auto fuhr als mein Mann? Warum war ich immer die Verständnisvolle und wo war das Verständnis für mich? Und warum nahm eigentlich immer ich Rücksicht?

So kam der Tag, an dem ich meinen Mann zwang mit dem alten Golf ins Büro zu fahren. Nur zwei Wochen, so der Deal! Der Chef bemängelte bereits nach zwei Tagen, wem die „alte Karre“ da auf den Management-Parkplätzen gehörte. Und auch mein Mann fluchte recht schnell wegen des fehlenden Luxus wie einer Klimaanlage oder der Servolenkung. Und so dauerte es keinen Monat und wir verkauften den alten Golf und kauften uns einen neueren und sichereren Kleinwagen!

 

Was soll uns dieses Beispiel sagen?

Ich finde dieses Auto-Beispiel zeigt sehr gut, wie schnell Männer bereit sind etwas zu ändern und sich zu bewegen, wenn sie selbst und direkt betroffen sind. Denn auf einmal hören sie von dem Vereinbarkeitsschmerz nicht nur von ihrer Ehefrau und Partnerin, sondern erleben ihn am eigenen Leib.

Und dabei meine ich nicht die zwei Monate Elternzeit, die sie nehmen können (was aktuell ohnehin nur 30% der Männer tun). Ich meine echte Schmerzen – so dass die Personalabteilung genauso mit den Zähnen knirscht wie bei uns Frauen. 6 Monate Elternzeit. 15 Krankentage im Jahr wegen der Kinder. Reduzierung auf 80% der Arbeitszeit. Ein Homeoffice-Tag, damit man die Kinder nachmittags aus der Kita abholen kann. Usw.

 

Vereinbarkeitskarussell

Mit Claire und Aileen bei der SZ. Zwei tolle Frauen mit ganz unterschiedlichen Vereinbarkeitsgeschichten. Dennoch begegnen wir uns immer mit Respekt, Verständnis und hören einander zu! Das macht es so wertvoll <3

Die Männer müssen JETZT mit auf das Vereinbarkeitskarussell!

Damit das passiert sollten wir Frauen uns von den Diskussionen mit unseren Geschlechtergenossinen lösen und unsere Energie darauf verwenden, die Vereinbarkeit zu Hause auf 4 Schultern zu verteilen! Wenn wir Frauen Homeoffice im Unternehmen erbitten können – können das die Männer genauso. Wenn Männer Führungspositionen in Unternehmen innehalten können, dann können sie genauso Windeln wechseln und nachts aufstehen, wenn das Kind weint. Wenn sie mit ihren Jungs übers Wochenende alleine wegfahren können, können sie am Wochenende auch alleine auf die Kinder aufpassen. Ausreden zählen hier nicht! Denn wir Frauen haben auch keine Möglichkeit zur Ausrede! WIR MÜSSEN IMMER!

Wir haben aktuell oft nicht die Wahl – dabei sollte uns diese genauso zustehen wie Männern!

 

Ich fange bei mir selbst an!

 

Ich gebe zu – auch bei uns zu Hause ist die Vereinbarkeit noch nicht voll eingezogen. Auch bei uns zu Hause sage ich noch zu schnell „Ich mach das schon“, wenn es um Kinderthemen geht! Auch bei uns ist der Vereinbarkeitsschmerz noch zu oft auf meinen Schultern! Doch mein Mann und ich reden darüber! Diskutieren. Verhandeln. Das ist nicht immer angenehm. Weder für mich – noch für ihn! Doch einen anderen Weg als diesen gibt es denke ich nicht!

 

Was meint Ihr?

 

Ich danke dem Team der SZ-Familie für diesen tollen Sonntag Vormittag und die wertvolle und ehrliche Diskussion und den Blick hinter die Kulissen des Magazins! Denn hinter diesem Magazin stehen Frauen und Mütter wie ich und Du, die jeden Tag mit den gleichen Themen rund um Familie und Co. zu kämpfen haben und den Vereinbarkeitswahnsinn leben! Das merkt man beim Lesen des Magazins – und das macht es besonders!

 

Unbezahlte Werbung: Da Markennennung des „SZ-Familie“ Magazin

Digitale Rastlosigkeit – manchmal will ich einfach nichts mehr denken

Digitale Rastlosigkeit – manchmal will ich einfach nichts mehr denken

Digitale Rastlosigkeit! Ich weiss gar nicht, ob es diesen Begriff überhaupt gibt. Aber genau so fühle ich mich immer öfter. Rastlos. Getrieben. Aus dem Netz heraus in mein „echtes Leben“. Warum das so ist? Dies ist ein Erklärungsversuch.

Digitale Rastlosigkeit
oder
der Sturm in meinem Kopf

Es geht mir in letzter Zeit hin und wieder nicht besonders gut! Doch das weiss kaum jemand. Denn nach Außen bin ich eigentlich immer noch die starke und selbstbewusste Frau, die ich sein möchte. Doch in meinem Kopf und meinem Herz – da sieht es manchmal ganz anders aus.

Da ist kein Selbstbewusstsein, da bin ich weit weg von meiner inneren Mitte und hadere mit mir. Nicht immer – aber eben doch zu oft.

Ich habe lange darüber nachgedacht warum das so ist – habe ich doch eigentlich alles, was zum Leben braucht. Eine gesunde Familie, ein gesichertes Einkommen und ein schönes zu Hause. Ich weiss, dass ich ein wirklich gesegneter Mensch bin und darüber bin ich auch sehr dankbar. Doch trotzdem ist in mir diese Unruhe. Manchmal ist die Unruhe nur ein laues Lüftchen und manchmal ein echter Orkan.

Ich bewege mit beruflich sowie privat viel im digitalen Raum. Das Netz ist für mich ein Ort der Teilhabe, meine berufliche Heimat und der Ort zum Austausch über räumliche Grenzen hinweg. Hier bekomme ich die Möglichkeit durch Blogs und soziale Netzwerke durch das Schlüsselloch anderer Menschen zu blicken. Oft finde ich genau diesen Blick als wahre Bereicherung, denn diese Einblicke sind für mich Impulse, bringen mich zum Nachdenken und motiviert mich neue Ziele zu erreichen.

Da ist auch dieser digitale Druck…

So sehr ich diese Möglichkeit und diese Impulse zu schätzen weiss so macht dieses Ganze eben auch etwas mit mir, dass mit zunehmend zu schaffen macht. Ich sehe zum einen, was andere schaffen, machen und erleben und frage mich, warum ich das nicht so hinbekomme. Oder ich sehe Dinge, die in der Lebensphase in der ich gerade bin – als Mutter von 3 Kindern – einfach nicht erreichbar sind und merke, wie mich dies unglücklich und unzufrieden macht. Oft sind diese Dinge nur im digitale Raum – aber irgendwie schaffen sie es in meinen Kopf und meine analoge Welt.

Es gibt so viele Punkte in meinem Leben, die ich gerne besser machen möchte – an denen ich aber immer wieder scheiter, weil eben nicht alles auf einmal geht. Weil ich eben auch nur ein Mensch bin. Und dennoch dreht sich täglich in meinem Kopf diese Gedankenspirale, wie ich mich selbst und mein Leben noch mehr optimieren kann um möglichst viel von meinen Wünschen zu Zielen zu erreichen.

Optimieren bis der Kopf raucht

Parallel zu all diesen Gedanken und Optimierungsversuchen werde ich dann in so vielen Situationen meines Lebens daran erinnert, was ich doch noch alles besser machen kann…

  • Wenn ich im Supermarkt die Tomaten nehme, die zwar aus der Region kommen, aber dennoch mit Plastik umverpackt sind, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen, denn ich bin nicht nachhaltig genug. Und ich denke darüber nach…
  • Wenn ich meinen Kindern schon seit einer Woche abends nichts vorgelesen habe, weil im Alltag mit drei Kinder dazu manchmal einfach keine Zeit ist fühle ich mich schlecht. Und ich denke darüber nach…
  • Wenn ich mein Haus nicht mit Osterdeko schmücke und auch keine Ostereier bemale, da wir diese Ostern einfach nicht da sind, dann habe ich Angst ich beraube meine Kinder einer wunderschönen Erinnerung an die Osterrituale ihrer Kindheit. Und ich denke darüber nach…

Dabei ist der Vergleich gar nicht das, was mich so rastlos macht, sondern da ständige darüber nachdenken! Ich habe das Gefühl mein Kopf hat kaum eine Möglichkeit einmal zur Ruhe zu kommen, seine eigene Mitte zu finden ohne Optimierungsgedanken und Zwiegespräche mit mir selbst.

Da sind so viele Erwartungen, die ich selbst an mich stelle, die die Gesellschaft an mich hat und so viel Unerreichbares jeden Tag, dass ich das Gefühl habe die Liste an Dingen, die ich machen sollte wird immer, immer länger. Mein Tag wird es aber nicht.

Frei sein

Stop mit „to Do Listen“
Ein Hoch auf „Did not do Listen“

Ich habe lange überlegt, was ich gegen diese digitale Rastlosigkeit tun kann. Die letzten Tage im Urlaub, die ich viel ohne das Digitale, dafür viel in der freien Natur und auf meinem Rennrad verbracht habe, haben mir dabei sehr geholfen.

Ich kann und darf nicht ständig versuchen mich, mein Umfeld und meine Familie zu optimieren. Ich muss mich noch mehr frei machen von Erwartungen anderer und dafür wieder mehr zu meiner eigenen Mitte finden. Es darf in meinem Kopf nicht immer darum gehen, was ich alles nicht geschafft habe, oder was ich besser machen kann um noch mehr zu schaffen. Ich muss es mir erlauben – oder in diesem Fall auch fast erzwingen einfach mal NICHT ZU DENKEN.

Denn was mich am Ende so rastlos macht, ist gar nicht das TUN an sich, sondern die Gedankenarbeit, die das Erfüllen von allen Pflichten, Erwartungen und Anforderungen an mich selbst mit sich bringt!

Der „did not do Donnerstag“

 

Ich bin mir sicher, diese „Digitale Rastlosigkeit“ so wie ich sie beschrieben habe kennt die ein oder andere von euch auch. Und um ein bisschen was von den überhöhten Zielen zu nehmen, möchte ich nun jeden letzten Donnerstag im Monat den „did not do Donnerstag“ auf meinem Blog ins Leben rufen. An diesem Donnerstag werde ich euch von Dingen erzählen, die ich in diesem Monat NICHT geschafft habe. Teils, weil ich mich bewusst dagegen entschieden habe, teils weil ich sie schlicht und ergreifend nicht geschafft habe.

Ein bisschen soll dieser „did not do Donnerstag“ als eine Art Beichte sein, in der ich ehrlich zeige, dass wir eben nicht immer ALLES schaffen können. Das nicht jedes Ziel unser Eigenes sein kann und das wir trotz des nicht erreichen dennoch gute Mütter, Frauen, Angestellte, Unternehmerinnen usw. sind.

Er soll uns den Druck nehmen uns selbst immer weiter zu optimieren. Soll ein wenig die Rastlosigkeit nehmen und dem Orkan im Kopf gegensteutern. Der „did not do Donnerstag“ soll meine eigene kleine Ruheinsel werden, zu der sich jeder und jede gerne anschließen kann.

Wie ihr mitmachen könnt:

Einfach am letzten Donnerstag im Monat auf eurem Blog, oder den Sozialen Medien schreiben, was ihr diesen Montag alles nicht geschafft habt und damit selbstbewusst zeigen, dass eben nicht immer alles gleichzeitig geht und wir alle unsere Grenzen haben. Dazu den Hashtag #didnotdoListe verwenden – denn so können wir uns alle gegenseitig bestätigen, dass wir eben nicht alles machen, jedes Ideal erfüllen und jedem Ziel hinterherlaufen müssen.

Wir sind ok so wie wir sind – auch wenn wir eben manche Dinge – aus welchen Gründen auch immer – nicht machen…….

Entscheidungen treffen – wo soll mein Weg mich hinführen

Entscheidungen treffen – wo soll mein Weg mich hinführen

Wow – das Jahr 2017 ist nun fast rum! Und Mann war es turbulent. Meine Selbstständigkeit, das Ende meiner Wochenendehe, der Schulübertritt des Großen, mein Umzug in den neuen Co-Working-Space und viele spannende Jobs und Aufträge. Ich bin unglaublich dankbar und gleichzeitig fühle ich mich müde und erschöpft. Immer mehr wird für mich klar – 2018 muss sich etwas ändern! Doch was? Und wie? Welche Entscheidungen muss ich treffen, um am Ende nicht immer das Gefühl eines Seiltanzes zu haben?

 

Entscheidungen treffen – aber wie?

 

Mein Leben meinte es in den letzten Monaten wirklich gut mit mir. Spannende Projekte wie mein Storytelling Workshop für die Webseite trotz-ms.de, Vorträge für die denkst.net und swissblogfamily haben nicht nur unglaublich viel Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, dass die Weitergabe von Wissen ein echtes Herzensthema für mich ist.

Aber auch wenn der Übertritt meines Großen wirklich gut gelaufen ist, merke ich dennoch, dass das Gymnasium weit mehr Unterstützung der Eltern verlangt als noch die Grundschule. Hier will und muss ich im neuen Jahr noch mehr Zeit investieren.

2017 war zudem nicht unbedingt mein großes, sportliches Jahr. Meine Krämpfe in der Hüfte beim Tegernsee Halbmarathon, kein einziger Triathlon an dem ich in diesem Jahr teilgenommen habe – so richtig zufrieden bin ich mit diesem Jahr aus sportlicher Sicht nicht. Und in 2018 habe ich hier Großes vor…

Doch was bedeuten diese Erfahrungen in Bezug auf meine kommenden Entscheidungen? Und welche Veränderungen muss ich treffen, um wieder das Gefühl zu haben im Gleichgewicht zu sein? Das sind Fragen, die mir in den letzten Wochen oft im Kopf herum gegangen sind.

 

Entscheidung treffen leicht gemacht

 

Fokussieren mit Entscheidungssilos

 

Gerade dann, wenn man das Gefühl hat selbst nicht weiter zu kommen, hilft mir Inspiration von außen besonders. Meine neue Inspirationsquelle hier – da sie sich super in meinen Alltag integrieren lässt – Podcasts. Besonders mag ich den Podcast „On my way to new Work“, da ich hier immer wieder spannenden Input rund um das Thema „Neue Arbeitswelt“ erhalte.

Das Interview mit Warren Rustand, der Profi Basketballspieler war, im White House gearbeitet hat,  9-facher Vater ist und CEO von einigen, vorwiegend sozial engagierten Unternehmen war, hat bei mir in Sachen Entscheidungen treffen einiges ausgelöst. Seinen Podcast könnt ihr hier nachhören.

 

Silos helfen bei der Entscheidung

 

Warren Rustand berichtet darüber, dass er sein Leben in Silos eingeteilt hat. Auf Basis dieser trifft er alle seine Entscheidungen. Besonders auch dann, wenn es um Termine geht. Das klingt im ersten Moment komisch – macht aber total Sinn.

Ich habe in den vergangenen Wochen meine Silos definiert und sie in eine gewisse Reihenfolge gebracht, die auch gleichzeitig die Priorität darstellt.

Meine Entscheidungssilos sind:

  1. Kinder & Familie
  2. Erfüllung im Job
  3. Sport
  4. Ich
  5. Soziales Engagement

Und genau nach diesen Silos versuche ich aktuell mein neues Jahr zu planen. Was ist mir wirklich wichtig? Wo liegt mein Schwerpunkt? Was macht MIR Spaß. Und wofür brenne ich? All das sind Fragen die es zu beantworten gibt.

 

Wenn ich in Zukunft also eine Terminanfrage rein bekomme – oder eine Anfrage für ein Projekt, dann werde ich diese genau abwägen – anhand meiner Entscheidungssilos. Das hört sich jetzt sehr konstruiert an? Ich will Euch ein Beispiel geben.

 

Entscheidungssilos – ein real live Test

 

Gerade als Freelancer ist es so, dass das Jobaufkommen leider nicht sehr konstant ist. Jobaufträge kommen meist eher in Wellen. In Phasen in denen eher Ebbe ist, kann man auch schon mal Muffensausen bekommen. Wenn dann wieder Flut ist und Anfrage nach Anfrage ins Haus flattern neige ich dazu, alles anzunehmen was geht. Meist aus Angst vor der nächsten Ebbe. Was dann meist passiert – Stress pur! Die Workload ist riesig, die  Zeit zu knapp und die Nerven werden immer dünner. Ich werde ungeduldig – habe nicht mehr genug Zeit für meine Kinder und am Ende habe ich oft das Gefühl, niemandem so richtig gerecht zu werden. Nicht dem Job, nicht der Familie und auch nicht mir.

Wenn ich in Zukunft Projektanfragen bekomme, geht mein erster Blick nicht nur in Richtung meines beruflichen Terminkalenders. Sondern ich spreche (gerade große Projekte) auch parallel mit meiner Familie ab. Stelle sicher, dass ich gerade nachmittags noch genug Zeit für meine Kids habe und die gemeinsame Zeit des so wichtigen und wunderbaren gemeinsamen „Nichts tun“ nicht zu kurz kommt.

Das kann bedeuten, dass ich im neuen Jahr einige Projekte auch absagen werde. Besonders die kurzfristigen – und schlecht bezahlten. Dies kann im ersten Moment zur Folge haben, dass die Momente der Ebbe vielleicht noch etwas stärker ausfallen. Aber eben auch, dass mich die Flut im neuen Jahr nicht mehr ganz so heftig trift wie in diesen Jahr.

 

Weniger ist mehr

 

Entscheide du!

Ob mir das gelingen wird? Ich weiss es nicht. Ob ich so immer nur noch die richtigen Entscheidungen treffen werde? Dafür müsste mir klar sein, was die richtige Entscheidung überhaupt ist!

Ich weiss nur, ich möchte weniger zweifeln. Ich möchte entschleunigen und ich möchte wieder mehr bei mir sein! Ich glaube daran, dass die Entscheidungssilos ein Baustein sein können um mir dabei zu helfen.

 

Was denkt Ihr?