Manchmal gibt es Auslöser für einen Blogbeitrag die einen dazu bringen über Themen nachzudenken, die weit weg schienen – aber eigentlich ganz offensichtlich sein sollten. Die Wahrheit hinter dem Bild…

Auslöser war ein Tweet:

Insta = Ich bin schön, mein Essen ist schön, meine Landschaft ist schön, meine Nägel sind schön, meine Schuhe sind schön.

Ich gestehe ich bin immer ziemlich neidisch, wenn ich Fotos von Kindern auf Instagram sehe, die wunderschön und sauber angezogen sind.
Denn wie ihr wisst – meine Kinder haben eine andere Vorstellung von schön!
Auch bin ich neidisch, wenn ich Fotos vom zu Hause anderer Mütter sehe, in denen es schön designed und minimalistisch eingerichtet ist!

Das hätte ich auch gerne

Ok, minimalistisch eingerichtet ist es bei uns – denn ich besitze weder große Dekoartikel noch Bodenvasen oder ähnliches.
Erst besaß ich jahrelang krabbelnde, sabbernde Kinder, die dies nicht möglich machen.
Jetzt haben sie Stofffußbälle und Kinderwagen die mit der Anschaffung von allerlei schöner Deko korrelieren.

Klar, ich kann alles ganz wundervoll darstellen. Mich im besten Licht präsentieren und so tun als ob das mit der Vereinbarkeit ein Kinderspiel wäre.

 

Arbeiten, mein zu Hause schön einrichten und kochen.
Alles kein Problem für mich! Oder?

 

Die Wahrheit hinter dem Bild

Meistens arbeite ich an unserem Küchentisch, der oft noch die Reste des Frühstück beherbergt, weil ein Arbeiten im Büro aufgrund von Dauerchaos nicht möglich ist!
Und auch die Kinder können nicht nur wunderschön basteln, sondern auch noch wunderschön Arbeit machen!
Besonders beliebt bei uns wie man sieht die Treppe! Die Ecken werden grundsätzlich als Lagerungsort für all das im Haus verirrte Zeug verwendet. Dort lagert es dann in der Regel solange bis es irgendjemand (Irgendjemand ist bei uns das Synonym für Mama) wegräumt.

 

D.h. auch wenn wir uns im Netz immer gerne von unserer „schönen Seite“ zeigen, ist beim Blick dahinter nicht alles immer nur schön. Denn diese Bilder sind nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem Leben.

Gestern postete ich ein Bild von meiner Weihnachtbäckerei mit den Kindern.
Zugegebenermaßen war diese alles andere als „schön“.

 

Weihnachtsbäckerei

 

Obwohl dieses Bilder nicht „schön“ ist gab es viele Likes und Kommentare, weil es eben zeigt, wie es wirklich ist – das Leben als Mutter.

Es gibt jede Menge wunderschöne Momente – aber auch eine Vielzahl an Momenten, wo wir lieber ganz wo anders wären als zwischen all dem Chaos.

 

Und genau das ist die Wahrheit hinter dem Bild

Die Bilder sind nur ein kleiner Ausschnitt und nicht das große Ganze.

Daher sollten wir uns beim Betrachten dieser Bilder dies nicht als Maßstab nehmen und uns und unser zu Hause damit vergleichen. Denn damit würden wir einen Erwartungsdruck auf uns selbst aufbauen, der weder gerechtfertigt noch erreichbar ist.

Vielleicht sollten wir Blogger aber einfach auch hin und wieder mehr Mut beweisen und auch die Geschichten hinter den Bildern zeigen? Sicherlich wären diese nicht ganz so „schön“ wie wir es gerne hätten. Dafür aber näher am Erreichbaren.

 

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