Ich bin mein persönlicher Albtraum

Familienauto

Eigentlich bin ich mein persönlicher Albtraum!

Ich hatte nie so einen festen Plan vom Leben. Habe mich immer eher treiben lassen. Chancen ergriffen und mich immer wieder neu auf mein Leben eingelassen. Auch noch heute ist dies so.
Aber, wenn ihr mich mit Anfang 20 gefragt hättet was ich einmal NICHT werden will, dann wäre die Antwort „Auf keinen Fall spießig“ gewesen.

Heute 16 Jahre später stelle ich fest – hat nicht so ganz geklappt mit dem „NICHT SPIESSIG“ werden.

Ich wohle in einer Doppelhaushälfte, in einem Vorort (Suburbia), fahre einen Volkswagen, habe einen Fahrradanhänger, trage beim Radfahren Helm und besitze auch sonst noch einige Attribute, die man durchaus als spießig bezeichnen könnte.

Im Grunde bin ich mit dieser Tatsache doch relativ im Reinen – ist nun mal so – weils praktisch ist, bezahlbar und das Beste für die Kids.

Aber bei einem Thema – da tu ich mir mich echt schwer!

ICH WILL KEINEN FAMILIENVAN FAHREN!

Und das – ja das ist gar nicht so einfach als 3fach Mama!
Denn die meisten Autos, die auch noch annähernd cool sind, sind leider nicht kompatibel für 3 Kindersitze.Und so stellt man bei der Autosuche fest – zur Auswahl bleiben Modelle wie der VW Sharan, Seat Alhambra, Ford Galaxy und Co.
Doch ich bin der festen Überzeugung – mit dem Besitzt eines solchen Autos stirbt meine Libido komplett, so unsexy und „vernünftig“ sind diese Autos!

So überredet ich als meinen Mann, den einäugigen unter den Blinden zu kaufen – einen VW Multivan.
Und da bei uns der Mann die Autohoheit hat, suchte er sich einen mit grauen Ledersitzen und hellem Teppich aus! Das die kaum an Naivität zu überbieten ist brauche ich denke ich hier nicht zu erwähnen!
Die Kinder dürfen folglich auf Autofahrten nichts Essen, was krümelt – nur Wasser trinken und nach jeder Fahrt wischt mein Mann hektisch mit einem Besen den Boden sauber.
Da unser VW Bus nun aber leider auch noch ein Montagsauto ist, und neben 4 gebrochenen Federn und 2 defekten Parkdistanz-Controll-Systemen auch noch Marders Liebling ist, ist unser Auto in den letzten 2 Jahren ein guter Bekannter der VW-Werkstatt gewesen.
Als wir nun nach unserem letzten 650 km Tipp zu den Schwiegereltern mal wieder eine „VW-Grenzerfahrung“ hatten (alle 200 km anhalten und Kühlflüssigkeit nachfüllen) steht nun feste – das Auto muss weg! Es hat und wird uns kein Glück bringen! Höchstens teuer Werkstattkosten.

Seit ich das weiß arbeitet mein „Anti-Spiessigkeits-Zentrum“ in meinem Kopf auch Hochtouren!

Wird mein letztes „Anti-Spiessigkeits-Gallischendorf“ nun auch noch nieder gemacht?

Und gibt es vielleicht doch noch einen Auto, dass mich und die Vernunft glücklich macht?

Liebe 3 und Mehrfach-Mamas und -Papas da draußen. Was fahrt ihr für ein Auto? Seit ihr glücklich? Bin ich hysterisch? Oder geht es Euch ebenso?
Ich bin gespannt.

Eure Andrea

 

 

7 Kommentare

  1. Hallo,

    tja, wir sind den Menschen, die wir früher als Spießer bezeichnet haben, ganz schön ähnlich geworden. Ich fühl mich aber trotzdem ganz gut…

    Wir wollten früher auch auf keinen Fall eine typische Familienkutsche. So weit ging die Spießerbereitschaft doch nicht. Aber was will man machen, drei Kindersitze passen halt nicht in nen MX5… Wir haben uns dann für das (in unseren Augen) kleinste Übel unter den Familienkutschen entschieden: Ford S-Max. Und bisher nicht bereut. Ich war erst am Wochenende wieder überrascht, wie sportlich er sich fahren lässt…

    LG,
    Sandra

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  2. Wir fahren mit 3 Kindern (5, 2 1/2, bald 1) einen Mazda 5 ist aber auch nur bedingt gut. In die 2. Sitzreihe passen unsere 3 Kindersitze nicht das heißt der Große sitzt in der 3. Reihe allerdings ist der Kofferraum da auch nur noch begrenzt. Immerhin kann man die beiden Sitze der 3. Reihe getrennt hoch- oder runter-klappen so dass nicht immer gleiche der ganze Kofferraum weg ist. Übers Wochenende geht es mit 5 Leuten und Gepäck aber komfortabel ist es nicht.
    Und zu den VAN’s gehört der Mazda 5 wahrscheinlich auch 😉

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  3. Komme aus meinem spiessigen Dauergrinsen kaum mehr raus 🙂 Herrlich!
    Leider kann ich Dir autotechnisch auch nicht so ganz weiterhelfen, ich habe nämlich (nur! ha ha ) 2 Kids.
    Und ich fahre einen weissen Ford Grand C Max mit Schiebetüren hinten und ich bin sowas von begeistert. Ich hatte davor meinen Mann so Sprüche gebracht, wie „Ford? Niemals. Das geht ja mal gar nicht usw“
    Aber ich hab ihn mir angesehen, Platz und Innenausstattung sind für uns ideal und in weiss sieht er sogar richtig gut aus. Und die Schiebetüren sind hier in Frankreich gold wert. Google ihn doch mal, der ist nicht so ein Schiff wie der Galaxy aber größer wir der normale C-Max.
    Im Auto nicht essen geht bei uns eigentlich gar nicht, zum Glück denkt da mein Mann wie ich, das ist ein Auto und keine weisse Wohnzimmercouch.
    Ganz herzliche Grüße und ich bin jetzt schon gespannt, was für ein spiessiges Auto es bei Euch wird!

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  4. Bei vier Kindern gibt es für uns keine Alternative zum Multivan. Zum Glück haben wir kein Montagsauto erwischt und sind sehr zufrieden damit – vor allem für Urlaubsreisen und Einkäufe im schwedischen Möbelhaus. Im Alltag bin ich aber froh, dass ich nicht immer mit dem Riesending fahren muss, weil wir noch ein kleines Auto haben.
    LG, Micha

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  5. Sag sowas nicht!
    Wir haben einen kleinen ‚Sportwagen‘, was mit 2 Kindern gerade noch so möglich ist. Fürs nächste Kind plante ich auch bereits einen Multivan (mein Mann ist autotechnisch nicht so talentiert wie ich). Und ich weine bereits unserem kleinen Flitzer hinterher. Sag jetzt nicht, dass ein VW eine schlechte Idee ist. So ein Familienvan kommt mir nämlich keines Falls vor die Tür! Niemals! Lieber nehme ich die Strassenbahn!

    Kinder haben ist ganz schön kompliziert… Da ist die Erziehung manchmal noch das einfachste…

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  6. Der Citroen C8 hat offenbar die größte Ladefläche aller Vans. Auch die Schiebetüren sind klasse. Wir sind auf der Suche nach einer Alternative, nachdem unserer in die Jahre gekommen ist, aber weder gibt es ein stylisheres Nachfolgemodell des C8 noch einen anderen Van, der unseren Kofferrauminhalt fassen kann;-))

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  7. Liebe Andrea,
    das kenne ich jetzt sehr gut. Ich fahre den Familienwagen, einen Opel Meriva.
    Nie und nimmer wäre mir früher eingefallen, einen Opel anzuschaffen.
    Ich bin mit Anit-Opel-Sprüchen und Manta-Witzen aufgewachsen und ich habe die giftig blonde Tina Ruland in „Manta, Manta“ gesehen. Opel, das war was für Asoziale und Proleten. Opel ging gar nicht.

    Den Meriva zu kaufen, das hat mich wirklich enorme Überwindung gekostet. Der Wagen hat aber überzeugt, ist praktisch und funktionell. Die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis sind gut, gerade weil man mit so einem schlechten Image klarkommen muss.

    Allerdings habe ich ein eher unterkühltes, sachliches Verhältnis zum Automobil, ist mir egal, wenn ich einen Wagen mit negativem Image fahre (mich begeistern ja nur Fahrzeuge, die auf Schienen laufen). Ich mache aus den Dingern keinen Kult, z.B. darf meine Tochter den Wagen vollkrümeln soviel sie will.

    Der Meriva wäre für Euch sicher zu klein, aber wie wäre es mit dem Zafira ?

    Viele Grüße

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