Es wird an der Zeit für unseren 2. Teil unseres Reiseberichts unserer Sommer-Schwedenreise. Während wir im ersten Teil noch primär in Hotels und Bead&Breakfast unterwegs waren, nehme ich Euch heute mit zum Camping in Schweden. Denn den Großteil unserer Schwedenreise verbrachten wir im Zelt. Eine noch viel intensivere und auch freiere Art zu Reisen. Hier erzähle ich euch von unserem Tripp von Stockholm über Göteborg nach Malmö.

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Camping in Schweden – mit der ganzen Familie

 

Wie schon berichtet startete unsere Schwedenreise in Trelleborg und führte uns dann in die Schären vor Stockholm. Schären sind kleine Inselgruppen, die in den Eiszeiten entstand sind. So bildete sich ihre flache, abgerundete Form. Sie können wenige Quadratmeter bis einige Quadratkilometer groß sein. Schären kommen vor allem in Skandinavien und Kanada vor. (Quelle Wikipedia)
Das schöne an dieser Schären-Landschaft gerade für das Reisen mit Kindern: Das Wasser an den Schären ist meist nicht besonders tief und auch der Wellengang ist kaum vorhanden.

 

An den Schären vor Stockholm

 

Den Tag am Strand in den Schären von Stockholm verbringen

Unser Route durch Südschweden

Hier ein kleiner Überblick für euch über unsere Reise samt Camping mit der Familie in Schweden. Gestartet in Trelleborg, über Stockholm, Örebro, Göteborg bis nach Malmö. Ein Trip durch Südschweden. 3 Wochen mit 3 Kindern, VW Bus, Campingausrüstung und jeder Menge wunderbarer Momente.

 

 

Campingurlaub mit der ganzen Familie – das hatten wir dabei

Bevor wir uns zum Campen nach Schweden aufmachten benötigten wir natürlich vorab einiges an Equipment und Ausstattung. Da wir uns im vergangenen Jahr einen VW California Beach gekauft hatten – also einen VW Bus mit Aufstelldach und komplett umklappbaren Sitzen unten, die zum Bett umfunktioniert wurden –  wollten wir uns hierzu ein passendes Vorzelt besorgen. Fündig geworden sind wir hierbei Outwell mit dem Buszelt Outwell Scenic Road 250 SA , dass nicht nur ein freistehendes Zelt ist – d.h. wir können unseren Bus vom Zelt abkoppeln für Ausflüge und das Zelt bleibt eigenständig stehen. Das Scenic Road 250 SA ist ein aufblasbares Zelt. So mussten wir beim Aufbau nicht lange mit klapprigen Zeltstangen hantieren, sondern konnten die Zeltträger einfach und schnell aufpumpe. Gerade wenn man sein Zelt in einem Urlaub mehrfach auf- und abbaut eine wirklich tolle Funktion.

Ebenfalls mit im Gepäck hatten wir eine Kühltruhe für´s Auto, eine Outdoor-Kochstelle zum Kochen und Grillen, Stühle und Tische, Licht und Taschenlampen. Zudem haben wir uns für nachhaltiges Bambus-Camping-Geschirr entschieden und auch ein Wasserkanister ist absolut empfehlenswert für einen entspannten Campingurlaub. (In diesem Fall noch mal danke an Outwell, die uns diese Dinge als Presse-Muster zur Verfügung gestellt hat).
Geschlafen haben mein Mann im Autodach, zwei der Kids auf dem Bett im Auto und ich und mein mittlerer Sohn im Zelt. Zudem war das Zelt so groß und geräumig, dass wir alle Taschen im Zelt lagern konnten und im geräumigen Vorzelt Kochen und Essen konnten.

 

Campingurlaub in Schweden

Unser VW Bus samt Outwell Vorzelt beim Camping in Schweden

 

Kochen beim Camping – war für uns kein Problem. Morgens machte der Herzmann meist Pfannenkuchen <3

 

Camping mit Kindern

Malen während Papa kocht. Dank des großen Buszelts kein Problem

1. Campingstop – Galä Havsbad bei Stockholm

 

Unser erster Camping-Stop in Schweden führte uns in die Schären bei Stockholm auf den Campinplatz Galö Havsbad. Witzigerweise hatte der Campingplatz auf einigen Online-Plattformen recht schlechte Bewertungen, was ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen konnte. Die Lage des Campingplatzes war toll. Die Sanitären Anlagen ausreichend und absolut ok und das kleine Restaurant des Campinplatzes, was von ein paar jungen Männern geführt wurde war echt lecker. So blieben wir hier 4 Tag und verbrachten unsere Tage mit Schwimmen, Lesen, Spielen und einer Radtour Richtung Norden.

 

Eine unserer Radtouren führte uns nach Södermalm zum Eisessen in die super leckere Venezia Glasbar. Das wunderschöne an dieser Radtouren. Sie führte uns fast komplett durch den Wald. Wir sahen Füchse, Adler und Enten. Die Kinder konnten entspannt über die Waldwege radeln ohne Angst vor den Autos zu haben. Aber auch Fahrradfahren auf der Straße in Schweden ist viel entspannter als in Deutschland. Die Autofahrer warten geduldig, bis sie überholen können, sie halten beim Überholvorgang richtig viel Abstand und wir hatte wirklich keine Sekunde Angst, als wir mit den Kids über die Strassen Südschwedens radelten.

 

MTB fahren mit Kindern in Schweden

MTB fahren in Schweden – durch die Natur <3

 

Schwedisches Eis – so lecker!

 

2. Stopp in Schweden – Örebro nahe des Vetternsees

Nach 4 Tagen machten wir uns auf Richtung Landesinnere von Schweden. Unser Plan war auf den Campingplatz von Gustavsvik zu campen. Doch dort angekommen mussten wir feststellen, dass es keinen freien Platz mehr für uns gab. Das ist quasi das einkalkulierte Risiko, wenn man als Familie ohne feste Planung und Vorbuchung Campingurlaub macht. Der Grund warum wir uns diesen Campinplatz nahe des Vetternsee ausgesucht haben war das angrenzende Schwimmbad des Campingplatzes, dass uns empfohlen wurde.  Da es bei unserer Ankunft in Örebro ohnehin regnete machten wir also aus der Not eine Tugend und suchten uns ein Bed&Breakfast in der Nähe. Unser Glück brachte uns in das bezaubernde Bed and Breakfast Nedergarda zu Ann-Brit.

Dieser Ort war so unglaublich schön, mit so viel Liebe eingerichtet und Ann-Britt eine so liebenswerte Frau, dass wir richtig traurig waren, hier nur zwei Nächte verbringen zu können. Nicht nur war das Bed&Breakfast ein toller Ausgangspunkt für Radtouren – und auch für den Kindern versprochenen Schwimmbadbesuch. Das Bead&Breakfast war auch mit einem Trampolin und einem Fußballplatz sowie einem Hühnerstall ein echtes Kinderparadies.

Der Schwimmbadbesuch, der unsere eigentliche Ziel des Stops in Örebro war hatte sich übrigens nicht gelohnt. Hier haben wir in anderen Schwimmbädern wie z.B. der Therme Erding viel schönere Ausflüge verbracht.

 

Urlaub in Schwedenmit Kindern. Angeln gehen am See

Mit dem Rad und Angeln an den Vätternsee – auch wenn kein Fisch angebissen hat wunderschön

 

Vätternsee Schweden

Diese Landschaft ist einfach nur bezaubernd

 

Typisch Schwedisches Haus am see

Typisch Schweden – einfach schön

 

3. Auf nach Göteborg – ein Tages-Citytripp

 

Unser dritter Stopp während unserer Familien-Schwedenreise ging nach Göteborg an die Westküste Schwedens. Da wir nur eine Nacht bleiben wollten und dafür unser Zelt nicht aufbauen wollten, entschieden wir uns erneut für eine Übernachtung im Hotel. Diesmal buchten wir – ebenso spontan wie auch den Rest der Reise – das Comfort Hotel Göteborg. Ein wirklich schönes und auch familienfreundliches Hotel im Hafen von Göteborg. Besonders das Essen im Hotel ist wirklich empfehlenswert!

Göteborg selbst ist eine sehr schöne, aber auch überschaubare Stadt. Nach einem Tag zu Fuß in der Stadt unterwegs, hatten wir eigentlich alles gesehen, was es zu sehen gab. Waren ein wenig Shoppen und genossen den skandinavischen Flair dieser Stadt.

 

Blumen kaufen in Schweden

Ein Foto, dass meine Tochter machte. <3

 

Göteborg mit Kindern erleben

Meine Gang in Göteborg

 

So machten wir uns am Tag danach auch wieder auf zum Campen. Diesmal Richtung Malmö in den Süden. Ich muss zugeben, dass ich den Urlaub das viele draussen sein wirklich genossen habe. Auch und gerade das Schlafen im Zelt. Daher war ich einfach froh, als wir nach 3 Tage schlafen in einem „richtigen Bett“ endlich wieder Campen konnten. Das Schlafen im Zelt an der frischen Luft entspannte mich so sehr – damit hatte ich zuvor gar nicht gerechnet.

Zelten bei Malmö – Camping am Meer

Wie auch schon bei unseren letzten Stopp während unserer Schwedenreise ließen wir uns auch bei unserem letzten Camping-Stopp in Schweden von dem Wind und Empfehlungen die wir auf der Reise erhalten hatten leiten. So fuhren wir auf einen Campingplatz nach Malmö in Lomma, der direkt in den Dünen vor dem Meer lag. Der Campingplatz Habo Ljung. Die Lage des Campingplatzes war wirklich unglaublich toll. Direkt am Meer. Mit dem Rauschen der Wellen aufwachen und einschlafen.. Traumhaft. Zudem ist der Strand von Habo Ljung beliebt bei Kite-Surfern. Sie den ganzen Tag auf dem Meer zu beobachten machte wirklich Spaß.

 

Sonnenuntergang in Lomma am Meer

 

Der Nachteil an diesem Campingplatz war allerdings die weit schlechtere Infrastruktur. Bei diesem Stopp merkten wir das erste mal, dass wir Mitte August eigentlich schon nach der regulären Sommersaison in Schweden Urlaub machten und so waren der Kiosk und das Café auf dem Campingplatz leider schon geschlossen. Das machte das Ganze etwas trist.

Die Lage des Campingplatzes wiederum war wirklich toll. Unser Ausflüge nach Malmö und Lomma, die wir in diesen Tagen machten waren wirklich toll. Dabei war ich von der Studentenstadt Lomma sogar noch mehr begeistert als von Malmö. Doch beide Städte haben in der Tat einen wirklich schönen, skandinavischen Charme und auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Mit dem Rad von Lomma nach Lund – auch mit Kids kein Problem

 

Malmö Torbogen

Malmö – eine bezaubernde Stadt in Südschweden

 

Malmö Kindermuseeum

Auch das Kindermuseum in Malmö ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Nach 18 Tagen in Schweden machten wir uns Schlussendlich wieder auf den Heimweg Richtung München. Mit im Gepäck viele tolle Eindrücke – eine absolute Entspanntheit, wie ich sie lange nicht mehr erlebt hatte und ganz viele bleibende Erinnerungen. Die Füchse im Wald, das Angeln am See, die Küste bei Trelleborg und die Schären bei Stockholm. Alles Erlebnisse, die nicht nur uns Eltern sondern auch den Kindern von unserem Campingurlaub in Schweden immer in Erinnerung bleiben wird.

 

Camping in Lomma

Mutter und Tochter auf dem Campingplatz im Lomma

 

Unser Fazit nach diesem Camping-Schwedenurlaub?

Jederzeit wieder. Schweden ist  – nicht nur mit Kindern – auf jeden Fall eine Reise wert! Die Natur in Schweden ist einmalig. Die Menschen in Schweden unglaublich freundlich und entspannt. Wirklich beeindruckend. Auch das Leben im Zelt hat uns alle als Familie unglaublich zusammengeschweisst und näher gebracht. Wir haben mal wieder gemerkt: „Wir brauchen so wenig um glücklich zu sein“. Das Schlafen an der frischen Luft habe ich wirklich zu schätzen gelernt und die Sanitären Anlagen auf Camping-Plätzen sind gar nicht so schlimm wie alle immer sagen….