Auch wenn meine Reise nach Finnland schon wieder einige Wochen vorbei ist – meine Begeisterung für dieses nordische Land ist es keinesfalls! Und daher möchte ich Euch heute ein drittes Mal mit auf meine Reise nach Finnland nehmen. Diesmal geht es in den Nationalpark Koli – im Nord-Osten Finnlands.

 

Der Nationalpark Koli – die Wiege finnischer Geschichte

Wer von meiner Reise nach Vuokaati und der winterlichen Kulisse schon begeistert war, der wird die Destination des Nationalpark Koli ebenso lieben.

Der Berg Koli liegt in der finnischen Region Nordkarelien direkt am Pielinen-See und ist umgeben von einem insgesamt 30 km² großen Nationalpark. Die berühmte Aussicht von der Spitze des Koli über die umgebende Seenlandschaft gilt in Finnland als nationales Symbol und war Heimat von finnischen Künstlern wie Eero Järnefelt und Pekka Halonen, Schriftstellern wie Juhani Aho und Komponisten wie Jean Sibelius diente sie als Inspiration.

Wer einmal diesen Ausblick über den See von Break Sokos Hotel selbst erlebt hat versteht warum!

 

Unterwegs mit der besten Reisetruppe der Welt! Photo by: Harri Lindfors

 

Leider war es am Tag unserer Anreise sehr verschneit, was den einmaligen Blick über den See auf den Bildern gar nicht so rüberbringen kann, wie er wirklich war – denn er war einfach magisch. Am besten erlebt ihr ihn einfach vor Ort, um zu verstehen, welche Magie von diesem finnischen Stückchen Erde ausgeht und warum er oft als die Wiege der Finnen bezeichnet wird.

Der Pielinen-See verfügt nämlich über viele kleine Inseln und ist umrahmt von einer einmaligen Natur-Kulisse, wie ich sie vorher noch nie erlebt habe. Und mit seinen insgesamt 90 km markierten Wanderwegen ist der Nationalpark Koli auch sicherlich im Sommer ein tolles Reiseziel.

 

Nationalpark Finnland Koli

Zum Glück gibt es ©Shutterstock  – so kann ich Euch diesen einmaligen Ausblick vom Koli auch hier zeigen…

Der Koli – ein Ort mit Geschichte

Doch der Nationalpark Koli war nicht nur für finnische Dichter, Denker und Musiker ein inspirierender Ort. Auch geschichtlich hat dieser Ort für die Finnen eine große Bedeutung gehabt. Der Koli war in vorchristlicher Zeit eine religiöse Kultstätte. Am Nordhang befand sich eine Opferstätte, an der unter anderem Gold- und Silbermünzen gefunden wurden. Dem Volksglauben nach wohnten auf dem Berg mächtige Geister. Auf dem Koli fanden Gerichtsverhandlungen statt, bei denen verurteilte Verbrecher in den Abgrund gestürzt wurden.

 

Skifahren im Nationalpark Koli

Im Skigebiet in Koli findet ihr insgesamt 13 Pisten in zwei Skigebieten. Die Pisten in Loma-Koli liegen direkt im Ort und sind gut für Anfänger, Fortgeschrittene und auch Kinder geeignet. Zudem gibt es noch die Pisten am Ukko-Koli, die etwas anspruchsvoller sind. Der Tagesskipass für Erwachsene kostete in 2018 37 Euro  und für Kinder 26 Euro – der Skipass gilt in beiden Gebieten.

 

Übernachten in Koli – im Break Sokos Hotel

Der ideale Ort um dieses Stück finnische Geschichte auf Skiern zu erkunden ist das Break Sokos Hotel am Gipfel des Kolis. Nicht nur das Essen im Break Sokos Hotel in Koli war unglaublich lecker, auch die Atmosphäre und die Zimmer waren traumhaft und haben den Zauber dieses Ortes unterstrichen.

Und nach einem langen Tag draußen – ob auf Skiern, beim Langlaufen, Schneeschuhwandern oder den anderen, tollen Outdoor-Aktivitäten die Finnland zu bieten hat, könnt ihr im Koli Relax Spa im Break Sokos Hotel perfekt entspannen. Ob in der Sauna, dem Whirlpool oder dem Outdoor-Tub unter den finnischen Sternen –  hier konnten wir unseren Abend perfekt ausklingen lassen.

 

Einer der Pools in Koli Relaxing Spa – und das mit dem Posieren übe ich noch ein wenig 😉

 

Doch nach all den Abenteuern, die ich ohnehin schon auf dieser Reise erleben durfte, hatte unser Stop in Koli noch ein ganz besonderes Highlight für mich. Ein kleiner „Reitertraum“ – der mein Herz mit so viel Glück erfüllt hat wie schon lange nicht mehr.

 

Winterreiten auf Island-Pferden in Finnland

Island Pferde sind treue Begleiter – auch wenn es durch meterhohen Schnee gehen soll. Was sie allerdings gar nicht mögen – wenn man sie „Pony“ nennt. Denn auch, wenn die Isländer nicht immer die größten Pferde sind, so sind sie eben doch Pferde und nicht Ponys. Auch an diesem Tag schneite es in Finnland – und so waren wir zu Beginn gar nicht sicher, ob es mit dem Reiten klappen würde, da auf der Paimentupa Ranch  immer wieder der Strom ausgefallen war. Aber Pferden ist so was bekanntlich egal – uns so machten wir uns zusammen mit diesen wunderschönen Pferden auf in die finnischen Wälder und über Felder.

 

Gemeinsam mit dem Pferd durch den Schnee – ein echtes Erlebnis

 

Das Glück dieser Erde…

War es auf der Koppel der Paimentupa Ranch noch recht windig, änderte sich dies recht schnell, als wir mit den Pferden geführt von unserem Guide in den Wald einbogen. Die Isländer strahlten den gesamten Ritt eine solche Ruhe aus, und hoch zu Ross war es, umgeben von dieser winterlichen Natur, so unglaublich friedlich. Ein perfekter Ort um abzuschalten, zur Ruhe zu kommen und einfach nur den Moment zu geniessen. Dementsprechend gibt es von den Momenten auf den Pferden auch keine Fotos – denn ich wollte jeden Moment auf dem Rücken des Pferdes in vollen Zügen auskosten.

 

Me – just happy

 

Aber ich denke ein Blick in meine glücklichen Augen sagt alles, was es zu sagen gibt über dieses einmalige Erlebnis.

Ein 1 Stunden Ausritt auf der Paimentupa Ranch kostet 35 Euro und wer einen längeren Reiturlaub in Finnland verbringen will, kann auch eine der vielen, verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten auf der Ranch nutzen.

 

Essen in Koli – im Pub Kolin Ryynänen

Selbstverständlich wurde auch während unseres Aufenthalts in Koli gegessen. Und neben dem Grill it! am offenen Feuer, von dem ich Euch in meinem anderen Finnland-Artikel erzählt habe, waren wir zudem noch zum Mittagessen im Pub Kolin Ryynänen. Der urige Pub ist bekannt für seine großartigen Fish and Chips – für die Vegetarier unter uns (wie ich es seit einiger Zeit bin) gab es statt des Fisches gebratene Aubergine.

 

 

Ich sag nur so viel – die 2,5 Kilo, die ich vor meiner Finnlandreise für das Projekt „die Skihose muss passen“ abgenommen habe, waren dringend nötig, so gut wie ich hier während meiner Reise gegessen habe.

 

Finnland – wir haben uns nicht das letzte Mal gesehen!

Das war nun also der dritte und damit letzte Teil meiner Finnland-Reise im Winter und ich gebe zu – ich bin fast ein bisschen traurig darüber. Denn mit dem Schreiben eines jeden Blogbeitrags konnte ich auch nochmal in meinen Gedanken zurückreisen in dieses wunderschöne Land mit diesen so unglaublich netten Menschen. Kein Wunder also, dass laut des Glücksreports 2018 in Finnland die glücklichsten Menschen leben! Denn noch nie habe ich den Winter und die Natur in ihrer so ursprünglichen Weise erleben dürfen wie in Finnland.

 

Ich danke  Visit Finland und der Finnish Ski Resort Association vielmals, die mich zu dieser wunderschönen Reise eingeladen haben und mir somit die Chance gegeben haben, dieses Glück mit Euch zu teilen!