Ich muss sagen, ich bewundere Mütter, die Vollzeit-Hausfrauen sind. Sie müssen mit so viel Ruhe, Gelassenheit und Ausdauer das Thema Hausarbeit und Kinder managen – meine Stärken liegen hier definitiv nicht.

Seit 18 Wochen bin ich nun zu Hause. Erst der Rest meines Mutterschutzes – jetzt in Elternzeit und ich merke schon, wie es wieder anfängt…

 

Hausarbeit und ich – wir werden keine Freunde!

 

Morgens, nach dem Aufwachen liege ich im Bett und überlege mir: Was musst du heute putzen, was kochst Du heute Abend – und wie bekommst Du das zeitlich alles hin.

Nachdem die beiden Großen aus dem Haus sind, geht es dann meist auch direkt los. Wischen, Waschen, kochen – alles Dinge, die ich zwar kann – aber die definitiv nicht zu meinen Leidenschaften gehören.

Habe ich mal einen Tag, an dem wegen meckernder Kinder, Arztbesuchen oder anderen Dingen das Projekt Hausarbeit nicht so läuft wie ich mir das vorstelle, ist meine Stimmung schnell getrübt und ich bin unzufrieden.

Auch habe ich gemerkt, wie ich schon Sätze wie: „Geh hier jetzt nicht durch – ich habe eben gewischt und will, dass es erst mal so bleibt“ gesagt habe! Als ich noch voll gearbeitet habe, wären solle Sätze niemals über meine Lippen gekommen.

Nicht, dass es, wenn ich arbeite bei uns zu Hause so unglaublich dreckig wäre. Denn gemacht wird die Arbeit ja dennoch. Aber sie ist keine Tätigkeit, in der ich meine Bestätigung oder Erfolgserlebnisse suche. Erfolgserlebnisse habe ich im Büro bei meinen Projekten – oder nachmittags mit keinen Kindern.

Hausarbeit hingegen ist einfach nichts Bleibendes.

Haushalt mag ich nicht

 

Die Küche wird jeden Tag wieder dreckig – egal, wie oft und gründlich ich sie putze und auch Staubsaugen ist in einem 5 Personen-Haushalt nicht von langer Dauer.

Meine Projekte im Büro aber, die verändern was – sind messbar und mit ihnen ernte ich Lob bei anderen Kollegen (Erwachsenen Menschen 🙂 ).
Meine Kinder lernen neue Dinge, bringen mich zum Lachen (und manchmal zur Verzweiflung) und entwickeln sich zu tollen Menschen.
Dies sind Dinge, die mir Bestätigung geben – mich stark und selbstbewusst machen und vor allem sehr glücklich.

Hausarbeit hingegen ist eine (lästige) Pflicht und wird mir niemals das gleiche Gefühl und die Wertschätzung geben, wie meine Arbeit.

Daher bin ich gespannt, wann es mir diesmal wieder unter den Nägel brennt und ich mich auf die Zeit im Büro wieder freue. Trotz Doppelbelastung mit Job, Kids und Haushalt.

Ein Leben ohne diese Kombination auf Dauer – dafür bin ICH definitiv nicht gemacht!

 

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