Die ultimativen „Betreuungsplatzsuche-Tipps“ der Working Mom!

Ok, diese Woche habe ich mit meinem Betreuungsplatzglück angegeben, da dachte ich, ich lasse Euch an meinen gesammelten Erfahrungen und Weisheiten heute ein wenig teilhaben. Wie ich schon einige Male erzählt habe, ging mein Großer – der Bazi – ja bereits mit 8 Wochen für 35 Stunden die Woche zur Tagesmutter.
Gefunden habe ich diese damals über den Kochfreund meines Mannes (einmal im Monat geht er in einen Männerkochclub hier in München).
Auf der jährlichen Weihnachtsfeier, auf die wir Frauen jedes Jahr eingeladen waren erzählte ich einer der anderen Frauen – damals noch hochschwanger – dass ich schnellstmöglich nach der Geburt wieder arbeiten gehen muss, da ist selbstständig bin. Daraufhin meinte sie: „Ich bin Tagesmutter und wir wohnen in Pasing. Wenn bei mir ein Platz frei werden würde, dann kann ich Dir ja Bescheid geben. Ich habe selbst 3 Kinder und kenne mich daher mit Babys aus.“
2 Wochen später klingelte dann tatsächlich mein Telefon – eine der Mütter hatte ihren Platz zum Jahreswechsel gekündigt – und ich konnte bereits im Januar mit der Eingewöhnung starten.

Fazit daraus als mein 1. Tipp bei der Betreuungsplatzsuche:

Streut Eure Suche in Eurem gesamten Freundes- und Bekanntenkreis. Lasst jeden wissen, wann und was ihr für einen Platz  sucht. Bittet um Tipps und aufmerksame Ohren, falls irgendwo ein Platz frei wird. Ein gutes Netzwerk ist die halbe Miete bei der Suche nach einem Betreuungsplatz!

 Kita

Nach einem Jahr fand ich einen Krippenplatz in einer bezaubernden Krippe in Obermenzing. Dem Kiddyhaus! Wie ich an diesen Platz gekommen bin? Im Wochenblatt lass ich von der baldigen Eröffnung der Krippe. Ich googelte nach der Telefonnummer – zog meinem Sohn etwas Bezauberndes an und ging zum vereinbarten Termin um mir die Einrichtung anzusehen. Wir waren eine der ersten, die da waren – die Erzieher und ich waren auf der gleichen Wellenlänge – mein Sohn benahm sich genauso bezaubernd, wie ich ihn angezogen hatte – einem vertraglich zugesicherten Platz stand somit nichts mehr im Wege!

Fazit daraus als mein 2. Tipp bei der Betreuungsplatzsuche:

Wochenblätter, kleine Plakate und Aushänge sind manchmal ein wahrer Quell der Information bei der Suche nach einem Betreuungsplatz. Sie sollten daher gut studiert werden und nicht ungelesen im Altpapier landen.

Man sollte meinen, dass der Krippenplatz für Nr. 2 den Strizie dann kein Problem mehr war – so als Geschwisterkind. Dachte ich auch! Bis zu dem Zeitpunkt, als die Krippe mich einen Monat vor der Eingewöhnung anrief und mir mitteilte, sie habe sich bei der Anzahl der freien Plätze verrechnet und der Strizie könnte daher erst zwei Monate später mit der Eingewöhnung starten. Da ich mir dieses doch etwas unangenehme Gespräch mit meinem Arbeitgeber sparen wollte, ging ich also Klinkenputzen bei allen mir sympathisch wirkenden Einrichtungen rund um unseren Wohnort. Ich erzählte von meinem Leid – von meiner dringlichen Situation meinem Arbeitgeber gegenüber und betonte zudem auch immer wieder, wie sehr wir auf diesen Arbeitsplatz und das damit verdiente Geld angewiesen waren.
Auch hier verliess mich mein Glück mal wieder nicht – kurz nach meinem 3. Besuch (ich schlug in der von mir favorisierten Einrichtung wöchentlich auf, bis die Dame mich namentlich kannte) bekam ich von der städtischen Krippe einen Anruf, dass ein Kind Ende des Monats wegzog – und wenn ich schnell genug zusagen kann, dann kann ich diesen frei werdenden Platz haben.
Ihr glaubt gar nicht wie schnell ich zusagen konnte. Ein Platz in einer städtischen Krippe in München ist wahrlich ein 6er im Lotto.

Fazit daraus als mein 3. Tipp bei der Betreuungsplatzsuche:

Macht Eurem Gegenüber klar, wie dringlich Eure Suche ist. Leichte, gelegentliche Übertreibungen können hier nicht schaden. Macht Eurem Gegenüber freundlich klar, wie sehr sie Euch mit der Zusage über einen Betreuungsplatz helfen könnten. Erwähnt immer wieder wie besonders schön ihr die Einrichtung doch findet, wie viel Gutes ihr über die Einrichtung gehört habt und zeigt Euch interessiert und engagiert der Leitung gegenüber.

Kindergarten

 Diese 3 Punkte habe ich bis dato bei jeder Suche beherzigt und bin damit immer sehr gut gefahren!
Ja, gerade in München einen Betreuungsplatz zu bekommen ist nicht leicht. Ein einfacher Anruf oder eine einmalige Einschreibung in einer Einrichtung reichen in der Regel nicht aus.
Da ich viel entspannter arbeiten kann, wenn ich meine Kinder in meiner Wunscheinrichtung betreut weiß, fand ich den von mir betriebenen Aufwand immer absolut gerechtfertigt. Gerade mit Geschwisterkindern hat man ja ab dem zweiten (in der Regel) einen Platz in der Wunscheinrichtung sicher. Somit lohnt sich der Einsatz hier doppelt oder wie in meinem Fall dreifach.

Zudem möchte ich Euch noch folgendes ans Herz legen:

Auch Erzieher sind nur Menschen! Sie haben einen harten Job, mit viel Lärm und Chaos um sie herum. Sie müssen täglich so viel Geduld und Energie aufbringen, um Eure Kinder bestmöglich zu betreuen. Behandelt sie mit Respekt und der nötigen Aufmerksamkeit, die sie verdienen. 


Ich gehe sogar so weit und schenke meinen Lieblingsdamen, mit denen ich mich gelegentlich auch privat unterhalte, zu Ostern, Weihnachten und Co. eine klitzekleine Kleinigkeit. So sehen sie, wie sehr ich ihre Arbeit wertschätze. Ich hatte bis dato immer das Gefühl, wenn das Verhältnis zwischen mir und den Erziehern meiner Kinder gut ist, dann ist es auch genauso beim Verhältnis von Ihnen zu meinen Kids.

Ich wünsche euch allen unglaublich viel Glück, Ausdauer und Energie beim Suchen und Finden eines Betreuungsplatzes für Eure Kids.

Vielleicht kann ich ja mit meinen Tipps ein bisschen dazu beitragen.

Lieber Gruß
Eure Working Mom

 

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