Ein ganz normaler Morgen?

Vorgestern twitterte ich noch dies

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Und wie das dann oft so ist, gleich am Folgetag wurde ich dafür bestraft.
Da ich heute gerne früher zu Hause sein wollte, sollte mein Mann die beiden Kleinen in die Kita bringen. So könnte ich früher im Büro sein dachte ich.

Nach einer durchwachsenen Nacht in der der Strizzi drei mal wach wurde stand der Bazi dann um 6.00 Uhr neben meinem Bett – klaute mir meine letzte halbe Stunden so wertvollen Schlaf – und erklärte mir er und der kleine Bruder wären nun wach!

„Was sollen wir machen Mama?“
„Ein Buch lesen – leise“ war die einzige Antwort dich ich im Halbschlaf raus bekommen habe.

Das er das mit dem „leise“ nicht verstanden hat, brauche ich denke ich hier nicht zu erwähnen?

Nun gut – dann versuche ich es eben mit dem frühen Vogel dachte ich.

Nachdem mein Mann an diesem Tag zum Weihnachts-Backen in den Hort vom Bazi ging und nicht wie in den letzten Wochen von zu Hause aus arbeitete und damit heute unter Zeitdruck stand, ging er zuerst duschen.
Duschen unter 15 Minuten ist beim Liebsten nicht möglich.

Dass dies nicht Wochentagsgroßfamilienkompatibel ist denke ich brauche ich hier nicht zu erwähnen.

Für mich hieß es dann Frühstück machen – Brotboxen packen und Kinder anziehen (oder antreiben, damit sie sich selbst anziehen)

Der Liebste hatte am Abend zuvor Brot gebacken.
Steinhartes Brot!
Die Kinder weigerten sich, dies zu essen. So gab es für alle Dinkelpops.

Und dann ging es los:
Mittwoch war „Buß und Bettag in Bayern“. D.h. Eltern müssen arbeiten gehen – die Kinder haben Schulfrei.

Über denn Sinn dieser Regelung muss ich mich denke ich jetzt hier nicht auslassen!

Der Bazi durfte somit heute den ganzen Tag in den Hort. Ein Erlebnis, dass er vorher noch nie hatte.
Als gewissenhafte Mama bekam also auch er heute morgen eine Brotbox.
Und das Drama begann:
Er: „Mama ich brauche keine Brotbox – wir bekommen da zu essen“
Ich: Aber doch nur Mittagessen – was machst Du wenn du sonst Hunger hast?
Er: Ich habe sonst keinen Hunger
Ich: Aber ich mache Dir doch auch für die Schule eine Brotbox.
Er: Aber ich gehe heute nicht in die Schule.
Ich: Aber du wirst dennoch Hunger haben.
Er: Die Erzieher haben gesagt ich muss nichts mitnehmen
Ich: Bazi – lügst Du mich jetzt an?

Dieses Gespräch dauerte ca. 10 Minuten – führte zu keinem einvernehmlichen Ergebnis und endete mit den Worten:
„Ich bin deine Mama – und wenn ich sag, Du nimmst eine Brotzeit mit, dann nimmst Du diese bitte mit.“
Ich mag dieses Ende nicht!

Wo der Liebste in der gesamten Zeit war fragt ihr Euch? Duschen natürlich, oder Rasieren, oder Anziehen…

Als die Diskussionen zu Ende – der Tisch gedeckt und die Kinder angezogen waren kam der Liebste an den Tisch. Ich wollte aufstehen um Duschen zu gehen. „Kannst Du nicht gemeinsam mit uns Essen?“ fragte er. „Nein – ich muss duschen und ins Büro!“ war meine eventuell ein wenig flappsige Antwort.

10 Minuten später, als alle mit dem Essen fertig waren war ich geduscht und angezogen wieder unten und fing an die Kinder Richtung Flur zu bewegen.
Manchmal komme ich mich dabei vor wie ein Viehtreiber.

Der Bazi war zum Glück schnell angezogen und mit Rucksack, Helm und Roller machte er sich alleine auf den Weg in den Hort.

Dem Strizzi gefielen die Schuhe nicht. Da ich ohnehin noch mein Laptop aus dem Büro im Keller holen musste brachte ich ihm andere Schuhe mit.
Das diese keine Blumenornamente hatten wie die der Schwester war ein Problem!

Ich überhörte es sicherheitshalber und machte mich ans Jacke Anziehen.

Das Madl mag ihre Winterjacke nicht so gerne. Konsequenz: Sie liegt jeden Morgen schreiend auf dem Boden im Flur, wenn ich ihr diese anziehe.

Dass ich mich deswegen sehr auf die kommenden Monate freue brauche ich hier denke ich nicht zu erwähnen.

Zu guter Letzt verfrachtete ich noch die Kleinen im Wagen meines Mannes. Nicht ohne einen Wutanfall versteht sich. Wieder vom Madl.
Das schlimme ist, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, was der Auslöser dafür war. Dabei war es erst gestern!
Aber ich weiss noch, dass ich sie nur unter größtem Protest anschnallen konnte.

Als ich dann im Auto saß, war es 8.30 Uhr.
Fazit: Ich war also um 9.00 Uhr im Büro.
Keine Minute früher als ich es sonst auch immer bin.

Habe ich schon erwähnt, dass ich meine Kinder wirklich sehr, sehr liebe! Jeden Einzelnen von Ihnen!

Den Bazi für seine eloquente Ader.
Den Strizzi für seinen starken Willen.
Und das Madl für ihren ausgeprägten Geschmack für Mode.

Aber nach einem solchen Morgen – ja da freue ich mich wirklich wieder ins Büro zu kommen. Wenn auch nicht pünktlicher als sonst.

Oder um es mit den Worten der schlimmen Helena zu sagen: #Vormuttags ist wirklich eine ruhige Zeit in meinem Leben. Wochentags zumindest!

In diesem Sinne
Ich wünsche Euch einen tollen Tag
Eure Andrea

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