Hört auf mit der „Nicht-Vereinbarkeits-Kacke“

Wenn es um das Thema Vereinbarkeit – arbeitende Eltern – oder noch viel „grotesker“ um den Wunsch einer Karriere bei Müttern geht, dann stellen sich mir bei 90% aller Artikel im Web die Haare auf. Um ehrlich zu sein lese ich viele gar nicht mehr.

Leider habe ich den SZ Artikel mit dem Titel „Schrecklich perfekte Frauen“ dennoch gelesen und musste mich (mal wieder) so ärgern.

Da schreibt eine FEMINISTIN sehr stigmatisierend über Frauen, die gerne beides wollen. Karriere und Kinder. Sie holt Verallgemeinerungen, Vorurteile und überzeichnete Bilder aus dem Sack und knüppelt darauf los.

Mir scheint als ob ich irgendwas falsch verstanden habe am Feminismus. Kämpft dieser nicht darum, dass wir Frauen selbst entscheiden können was und wer wir sein wollen?

In einer Diskussion über diesen Artikel auf Mummy Mag konnte ich lesen:

Aber mich stört, dass so getan wird, als wäre es abnormal alles zu schaffen. Und niemand schaut hinter die Fassade des “alles Schaffens” – was bedeutet das denn eigentlich? Was verbirgt sich hinter dieser Worthülse?

Dieser Satz spricht mir aus dem Herzen! Genau darum geht es doch bei dieser Vereinbarkeit!
Zu sehen wie ich Dinge miteinander vereinbaren kann. Zu sehen wo ich Unterstützung brauche – welche Aufgaben der Partner übernimmt, was ich aufgebe und wo ich eben nicht 100% gebe.

In einem Artikel von Nina Diercks auf medium.com ist folgender Textauszug zu finden:

Es geht überhaupt nicht um die Unmöglichkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es geht um die Unmöglichkeit der Verwirklichung von komplett unrealistischen Vorstellungen. Natürlich ist nicht alles möglich. Ich kann nun mal nicht aussehen wie Heidi Klum, einen Vorstandsposten bekleiden, an drei Nachmittagen in der Woche mit den Kindern zum Malen/Turnen/Singen gehen, selbst für den nächsten Triathlon (olympische Distanz natürlich!) trainieren und noch zwei Abende die Woche geschminkt, gut gelaunt und vor Esprit sprühend mit dem Ehepartner essen gehen. Natürlich nicht! Das hat aber nichts mit einer mangelnden Vereinbarkeit zu tun. Sondern damit, dass nun mal nicht alles zeitgleich im Leben geht. Das Leben ist kein Ponyhof. Punkt. Ende. Aus.

 

Der Artikel ist als Rant tituliert – also sicherlich bewusst an der ein oder anderen Stelle überspitzt. Aber er bringt in meinen Augen dennoch gut zum Ausdruck um was es bei der ganzen Vereinbarkeitsdebatte geht. Sie ist machbar und hat viele Facetten– danach richtet sich ihr Preis – den Preis legt der Nutzer,  somit weitgehend wir selbst fest. Ja, es gibt politische und gesellschaftliche Stati, die sich weiterentwickeln müssen. Aber wir haben doch auch schon viel erreicht!

© https://www.rabenmuetter-verlag.de/rabenkarten/

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Dass es leicht ist hat niemand gesagt! Aber ihr könnt gerne mal unsere Mütter und Väter fragen, ob ihr Leben leicht war! Ob es schön war als Mann den Druck als Alleinverdiener zu spüren. Als Frau faktisch eigentlich keine Wahl zu haben mit kleinen Kindern arbeiten zu gehen. Und wie sich unserer Mütter heute fühlen, wenn sie ihre Rentenberechnung sehen.

Dennoch höre ich es um mich herum primär oft Jammern! Versteht mich nicht falsch – hier und da mal mit einer Situation unzufrieden zu sein ist völlig ok. Aber jammern bringt uns doch nicht weiter. Ganz im Gegenteil! Es lähmt uns!

Ich glaube das wissen auch die Medien und viele andere meinungsbildende Organe.
Deshalb werden uns immer wieder Brocken hingeworfen, dass Vereinbarkeit so schwer wäre, nicht vorhanden oder einfach nicht machbar.

Und wir stützen uns dann darauf. Stimmen zu – jammern und lamentieren wie schwer alles ist.

Dass wir uns damit selbst ausbremsen bemerken wir zumeist nicht!

Wir verfallen immer und immer wieder in die gleichen Diskussionen – sie sind schon lange wie ein zäher, alter Kaugumm – und kommen nicht weiter.

 Vereinbarkeit ist harte Arbeit! So ist es – get over it!

Wir sollten es vielmehr so machen wie Pipi Langstrumpf!
Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!

Wir sollten unangepasster sein, fordernder und mutiger und das Leben mit Kindern mit etwas weniger Respekt betrachten! Wir sollten Vereinbarkeit beherzt, aufmüpfig, selbstbewusst, positiv und mutig gemeinsam mit unserem Partner angehen! Niemand kann uns sagen, wie unsere ganz persönliche Vereinbarkeit auszusehen hat und funktioniert! Das können wir nur selbst!

Wir sollten aufhören uns von gesellschaftlichen Normen und von Außen aufoktroyierten Pflichten unter Druck setzen zu lassen! Niemand außer und selbst erwartet am Ende, dass wir am Wochenende Kuchen backen, mit unseren Kindern basteln und sie immer selbst von der Kita abholen!

Scheisst doch einfach ein bisschen mehr auf die Meinung der Anderen und kümmert Euch mehr um Euch und Eure Wünsche!

Oder mit den Worten meiner großen, wundervollen Schwester gesagt:
Ich arbeite – na und – ich weiss nicht wo da das Problem ist und bin es auch leid immer wieder darüber zu reden!

In meinen Augen sollte es die Pflicht von uns als Bloggern sein, die sich mit diesem Thema befassen, zu zeigen, welche Möglichkeiten, Hilfen, Netzwerke und Ideen es gibt, damit Vereinbarkeit besser klappt. Wir sollten erreichbare Ziele zeigen – auch mal das Stolpern zwischendurch – und dann Mut machen, dass es sich lohnt immer wieder aufzustehen. Unsere Leser wollen nicht nur Hochglanzbilder von sauberen Küchen und glücklichen Kindern – das erzeugt unrealistischen Druck!

Die brauchen Mut, Kampfgeister, Unangepasstheit, Ideen, Netzwerke, Vorbilder und realistische Ziele!

Negative Presse zu diesem Thema gibt es wahrlich genug! Es wird an der Zeit, dass wir aufzeigen, dass Vereinbarkeit bereits ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist und wir vielleicht noch nicht am Ziel sind – aber sicherlich nicht aufhören werden mit Mut, Einfallsreichtum und auch harter Arbeit diese am Ende zu erreichen!

 

 

16 Kommentare

  1. Hallo, ich stimme Dir zu. Egal was man miteinander vereinbaren will, ob Hobby und Partnerschaft, Olympialaufbahn und Karriere oder Zusatzstudium und Beruf, immer geht es um Prioritäten. Das ist bei uns berufstätigen Müttern genauso. Ich sehe aber bei unseren skandinavischen Nachbarn, das noch einiges mehr geht, wenn man nicht an traditionellen Rollen als einzige Lösung für Familien festhält, sondern Müttern wie Vätern schlicht und pragmatisch zugesteht, ihren Beruf weiterhin ausüben und dabei auch noch normal bleiben zu wollen. Und ich bin daher froh, dass gejammert und provoziert wird, um diese Entwicklung zu Gunsten arbeitender Eltern und vor allem Müttern auch bei uns voranzutreiben. Ich lebe schon ein sehr gutes Modell mit meinem Mann. Ich werde auch mit drei Kindern weiter arbeiten, wäre aber froh, wenn das noch viel selbstverständlicher ginge und ich nicht so viel erklären, rechtfertigen und meine Kinder nicht als arm dran angesehen würden. Ich möchte zudem auch mal befördert werden, ohne dass meine drei Kinder als Hemmnis gesehen werden. Das hat viel mit dem gesellschaftlichen Selbstverständnis und damit zu tun, dass Vereinbarkeitsfragen noch oft als Privatproblem betrachtet werden. Das ist es eben nicht nur und da fehlt mir bei uns noch einiges an passenden Zugeständnissen in der Arbeitswelt. Deshalb, beschwert Euch ruhig weiterhin, das bringt Bewegung ins Spiel und die ist wichtig…. Lieben Gruß, Martamam

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  2. Genau. Ganz Deiner Meinung. Zum Glück lebe ich in Frankreich, da ist es selbstverständlich, als Frau arbeiten zu gehen. In Deutschland wäre ich die Rabenmutter. LG Katrin

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  3. Hallo,

    ich finde Deinen Beitrag im Grunde ziemlich gut, der Kern der Sache, wenn ich Dich richtig verstehe, ist super. Es gibt aber ein paar Stilmittel, die mich stören. Darauf will ich hier eingehen, damit aber nicht dem Kern Deines Anliegens widersprechen.

    Du entscheidest Dich dafür den Begriff „Jammern“ zu verwenden. Das empfinde ich als äußerst abwertend gegenüber den anderen Beteiligten, die sich zum Thema äußern, zumal Du hier pauschal austeilst, anstatt ganz konkretes Verhalten zu benennen.
    Du sagst, es sei wichtig politische Forderungen zu stellen und aufzuzeigen, dass nicht immer alles gut funktioniert und dass hohe Kosten entstehen, weil „das Leben ist kein POOOOONYHOOOF“ (wie mich dieser bekackte sexistische Ausdruck schon nervt, was habt Ihr mit dem Ponyhof? Nur weil etliche Mädchen im Teenager-Alter dort gern ihre Sommerferien verbringen, ist es das Paradebeispiel für ein einfaches Leben? WTF? Dafür, dass es Urlaub ist, arbeiten die dort nach den Berichten, die ich kenne, wesentlich mehr, als viele andere Touristen. Im All-Inlcuse-Hotel den ganzen Tag abhängen wäre ja vielleicht eine bessere Metapher aus dem Tourismusbereich und dazu noch wesentlich geschlechtsneutraler, aber nee, lasst das Pferdemädchen-Bashing ruhig hochleben…), aber andererseits ist es dann wieder rumjammern, wenn man zeigt: Hey, bei mir läuft es nicht perfekt, ich habe diese und jene Probleme, etc.

    Und ganz ehrlich finde ich, genau diesen Widerspruch löst Du in Deinem Artikel nicht befriedigend auf:
    Was ist denn genau Jammern, das gar nix bringt und lieber unterlassen werden sollte und woran erkenne ich das realistische Aufzeigen der eigenen Lebenswirklichkeit, in der halt nicht immer alles perfekt ist?
    Was soll der Verweis auf früher, als alles härter war? Wie sollen wir denn unsere Dankbarkeit zeigen, dafür dass sich im Vergleich zu früher etliches gebessert hat und wie können wir dennoch angemessen weitere Forderungen stellen?

    Fazit: Ich finde Deine Anregungen dafür, was Bloggerinnen (und wir alle) in Bezug auf die Vereinbarkeitsdebatte leisten können, sehr gut und stimme voll und ganz zu. Es gibt jede Menge Innovationspotential, das brach liegt. Aber ich finde die undifferenzierte Kritik am Jammern über die Vereinbarkeit gibt dem ganzen auch einen schalen Beigeschmack von „Jetzt reißt Euch mal zusammen!“ Auch der Ratschlag, sich von gesellschaftlichen Anforderungen einfach zu befreien, ist etwa so sinnvoll, wie der Ratschlag, einfach mal spontan zu sein. Denn nur weil ich Anforderungen ignoriere, verschwinden sie nicht und nicht immer wird es ohne Konsequenzen bleiben, wenn ich sie ignoriere.

    Ausblick: Statt dessen können wir so formulieren, dass wir uns an die wenden, die unter Druck setzen, was Du ja in Deinem Artikel auch tust und diese Teile finde ich sinnvoll und wichtig und möchte sie hier nur ergänzen:
    „Liebe Mütter. Setzt doch bitte andere Mütter nicht unter Druck, weil sie nicht die gleichen Prioritäten setzen, wie ihr.“
    „Liebe ArbeitgeberInnen, auch wenn Mütter bestimmte Probleme mitbringen, so lassen sich diese lösen und ihre Erfahrungen bedeuten auch tolles Potential für Eure Organisationen.“

    Viele Grüße
    Esther

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    • Hallo liebe Esther,
      mit dem Jammern bezog ich mich auf einen Artikel den Du auf dem Blog von Stadt-Land-Mama findest.

      Ich denke, es ist wichtig, dass wir bei dem Thema Vereinbarkeit klar, direkt und lösungsorientiert sprechen! Mit unserem Partner, Arbeitgeber, Kindergärten usw.
      Ein Lamentieren darüber, dass die Schliesszeiten schlecht sind hilft nichts. Sich mit anderen Eltern zusammentun und gemeinschaftlich mit der Einrichtung eine Lösung finden jedoch schon.
      Ich selbst habe in meinem Berufsleben immer sehr gute Wege gefunden die Vereinbarkeit zu erreichen, in dem ich auf den Arbeitgeber zugegangen bin und ihm Lösungen vorgeschlagen habe.

      Ich denke das klassischem „Jammern“ und auch das gegenseitige Bewerten und Kritisieren bündelt Energie, die wir viel sinnvoller einsetzten können!

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  4. Ich bin es auch leid, immer wieder davon zu lesen, wie schwer wir es haben. NEIN, haben wir es nicht. Und das sage ich als Alleinerziehende. Klar ist es ein Kraftakt (für mich), Kind, Vollzeit-Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Aber wenn man für sich festlegt, wo welche Prioritäten liegen, dann klappt das. Und meine Devise lautet: Nicht quatschen, einfach machen.

    @katinka: Ganz ehrlich könnte ich schreien bei so einem Kommentar: „Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner“? Es ist auch in Deutschland selbstverständlich als Frau arbeiten zu gehen. Und als Mutter auch. Die Rabenmutter entsteht im eigenen Kopf.

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  5. Ganz so sehe ich das nicht. Natürlich gibt es auch bei uns schon viele berufstätige Mütter und manches ist wohl auch hausgemacht. Dennoch ist „Augen zu und durch“ eben nicht alles und bringt auch keine Veränderungen an der Stelle, an der es noch hakt. Bei vielen reicht das Prioritäten setzen alleine eben nicht aus. Das hat auch nichts mit fehlender Kompromissfähigkeit sondern oft noch mit Diskriminierung zu tun. Ich kenne da persönlich viele Beispiele. An der Stelle finde ich Kritik und Änderungswünsche berechtigt.

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  6. Vielleicht ist ja der „schale Beigeschmack“ von: Reißt Euch mal zusammen! ja auch genau so gemeint, liebe Esther.
    Und den finde ich nicht schal sondern in den meisten Fällen durchaus angebracht.

    Auch ansonsten: Daumen hoch!

    Liebe Grüße Katja

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  7. Es ist viel Wahres in diesem Text. Oftmals wird zu viel gejammert, was alles nicht geht. Und dabei geht dann doch ziemlich viel. Trotzdem habe ich bei dem ganzen Text einen schalen Beigeschmack, um mal bei dem Begriff meiner Vorredner hier zu bleiben.
    Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich meine Kinder 9 Stunden am Tag in irgendwelche Betreuungseinrichtungen stecken muss, dann nicht, weil es die Gesellschaft verurteilt. Sondern, weil ich das schlechte Gewissen gegenüber meinen Kindern habe. Eigentlich ist es aber kein schlechtes Gewissen, ich bin eher traurig und besorgt. Denn ich sehe ja, dass sie mehr Zeit mit mir bräuchten. Sei es bei den Hausaufgaben, beim Lernen selbst oder einfach, weil ein verkackter 9 Stunden Tag Kindergarten oder Schule/Hort einfach mal für die Kleinen auch ein Vollzeitjob ist.
    Natürlich könnte ich weniger arbeiten. Theoretisch. Aber ich verdiene gerade genug, um von Ämtern unabhängig zu sein. Und Teilzeitstellen mit „Muttischicht“ sind hier sehr rar. Einen Partner hab ich nicht.
    Und huch, jetzt hab ich wohl gejammert!
    Wenn das jammern ist, dann jammere ich halt und stehe trotzdem jeden Tag meine Frau. Ich bin zufrieden, auch wenn ich manchmal Dampf ablassen muss. Mir und meinen Kindern geht es gut, auch wenn ich unsere Situation nicht so toll finde.
    Aber mir geht es nicht gut genug, um diesen sehr pauschalisierenden Text so stehen zu lassen. Jammern und sagen, alle sind blöd und helfen mir nicht – Ja das ist Kacke! Zu sagen: Jammert nicht, packt an und vergesst nicht, dass ihr Luxusprobleme habt -tja, das ist in meinen Augen mindestens genauso schlimm.
    Es ist nicht möglich all die im Text angesprochenen Dinge in nur einem einzigen Text gebührend zu berücksichtigen. Allein schon deswegen finde ich ihn gut im Ansatz aber eben nicht toll. In etwa so wie mein Leben.

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    • Ich gebe Dir recht, dass der Text in vielen Dingen das Thema nur „ankratzt“ und es noch hier und da vielmehr Tiefgang bedarf. Aber um das Große und Ganze geht es ja auch hier primär in meinem Blog. Teilweise habe ich das schon genauer betrachtet – teilweise werde ich es sicherlich noch tun.
      Bezüglich des Themas „Alleinerziehend“ hast du vollkommen recht. Hier gelten noch mals ganz andere Voraussetzungen wie z.B. in meinem Fall.
      Die Expertin zu diesem Thema ist für mich die wunderbare Christina von mama-arbeitet.de und ich würde mir ehrlich gesagt nie mals anmaßen wollen darüber eine qualifizierte Aussage zu treffen.
      Aber ich ziehe meinen Hut vor dem, was ihr tagtäglich leistet!

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  8. Frauen haben auch in Deutschland schon immer gearbeitet. Meinen beiden Omas blieb nichts anderes übrig, weil sie kriegsbedingt alleinerziehend waren (eine mit 3 kleinen Kindern!), und meine Mutter hat in den Betrieb meines Vaters eingeheiratet, wo auch jede Arbeitskraft gebraucht wurde. Kinderbetreuung wurde irgendwie organisiert, das war einerseits schwieriger als heute (keine Hortplätze für Schulkinder), andererseits einfacher (Verwandtschaft in der Nähe). Wie immer: Nicht besser, nur anders. Und ich glaube nicht, dass meine Mutter sich jemals Gedanken darüber gemacht hat, ob sie eine Rabenmutter ist. Sie hat halt gemacht, was für ihr Leben gepasst hat, und etwas Besseres können wir auch nicht tun.

    Die Postkarte habe ich übrigens kürzlich auch verschickt. 🙂

    Viele Grüße
    ChrisB

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  9. Durch den Feminismus ist uns etwas in der Welt verloren gegangen, was nicht ersetzbar ist. Gott schütze die Mütter die selbst für die Erziehung und die Weitergabe von „Werten“ auf Karriere verzichten.
    Der Feminismus ist „gewollt“ und Strategie!!!

    Nicholas Rockefeller sagte dazu folgendes: „Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“

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  10. Ich sehe das ganze eher als ein europaeisches/deutsches Problem. Hier in den USA ist es generell so das sehr viele Frauen mit Kindern Karriereambitionen haben. Hierbei bekommen Sie auch nicht so viel gegenwehr wie ich es von der deutschen Seite meiner Familie bekommen habe. Wie dem auch sei. Ich habe einen drei Monate alten Sohn und bin dennoch Vollzeit als ABA Psychotherapeutin taetig. Ich achte nateurlich auf qualitativ hochwertige Beschaeftigungen mit meinem Sohn wenn ich zuhause bin.

    Schau doch auch mal auf meinem neuen Blog zum Thema Erziehungstipps vorbei!

    Gruesse aus Thousand Oaks, CA

    Shaina

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  11. Liebe Andrea,

    danke für den guten Beitrag. Ich stimme Dir da weitestgehend – also eigentlich komplett – zu. Es ist Zeit, dass wir alle aus der Jammer-Ecke kommen und einfach machen. Ich glaube aber auch, dass es für viele – und damit meine ich gar nicht die betroffenen Mütter/Väter – bequemer ist, uns in er Jammer-Ecke zu sehen. Denn wer noch jammert, der fordert noch nicht. Der Beitrag ist wirklich inspirierend. Wir sollten wirklich mehr dazu schreiben, was – und vor allem wie es – geht. Danke und einen lieben Gruß aus Köln, Nouna

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