Von meinen Kindern, Sport, Spaß und Leidenschaft

Wir alle lieben unsere Kinder und wollen nur das Beste für sie.
Aber genau das herauszufinden – was das Beste für sie ist – ist in meinen Augen auch eine der größten Herausforderungen.

Ich habe in meiner Jungend sehr viel Sport gemacht. Leistungssport. Ich habe ihn geliebt und er hat mir gerade in den Jahren der Unsicherheit – meiner Pubertät – sehr viel gegeben.
Dies ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass es mir so wichtig ist, daß meine Kinder auch Sport machen. Welcher Sport dies ist, ist für mich dabei total zweitrangig.
Viel wichtiger finde ich, dass ihnen dieser Sport Spaß macht und sie gut darin sind.

Judo TSV Großhadern

Das bin ich in meiner Zeit als aktive Judoka

D.h. nicht, dass ich es für zwingend nötig halte, dass sie diesen wie ich damals auf Leistungsniveau betreiben. Das wäre falscher Ehrgeiz meinerseits.

Aber ich glaube doch, dass Spaß und Erfolg gerade im Sport ganz eng miteinander verknüpft sind. Können sie im Sport Erfolge feiern – und das kann ein neu erlernter Move auf dem Skateboard ebenso sein wie eine Medaille in einem Skirennen – gibt dies den Kids Selbstvertrauen, Mut und Kraft. Sie sind stolz auf das was sie geleistet haben und freuen sich über die Anerkennung der Eltern, Freunde und Trainer.
Ich gestehe – ich war in den meisten Jahren meiner Schulzeit eine ziemlich faule Socke. Besonders viel Lob und Zuspruch habe ich hier von meinen Eltern leider berechtigterweise nicht bekommen. Mein Sport aber gab mir die Möglichkeit dies zu kompensieren und das tat mir gut.

Bazi Skifahren

Hier ist der Bazi 4 Jahre alt beim Skifahren mit dem Papa

Beim Bazi wiederum erlebe ich eine völlig neue Komponente, die ich mit Begeisterung
beobachte, wenn er im Sportverein ist.
Der Bazi war schon immer eher ruhig und zurückhaltend. Wenn er jemanden neu kennenlernt, braucht er immer eine Weile bis er auftaut.
Nach der Schule und dem Hort ist er gerne in seinem Zimmer und spielt dort alleine oder mit seinem Bruder.
Im Sport hat er zweimal die Woche (dann sind Trainigszeiten) die Möglichkeit seine Rolle in einem sportlichen Team zu finden.
Durch seinen Fußball lernt er, seine Rolle in einem Team zu finden, wie wichtig die Kommunikation untereinander ist um ein gutes Ergebnis zu erzielen und powert sich als netter Nebeneffekt noch mal richtig aus.
Beim Skitraining trainiert er in alters- und geschlechtergemischten Gruppen.
Hier sieht er, dass die Kleinen von den Großen lernen können und umgekehrt. Dass sportliche Leidenschaft verbindet und daraus Freundschaften entstehen können.

Ich geben zu die Wochenenden, die ich am Rand von Fußballfeldern und Skipisten verbringe, gehören grundsätzlich nicht direkt zu meinen Liebsten.
Wenn ich dann aber sehe, mit welcher Leidenschaft, mit wie viel Spaß und Freude meine Kindern ihren Sport betreiben, dann weiss ich, dass es für uns alle das Richtige ist!

Ich hoffe, dass ich über dieses Leuchten hinaus auch noch in den kommenden Jahren – und auch besonders in der Pubertät meiner Kids dadurch ein verbindendes Glied für uns aufrecht erhalten kann, das uns die Möglichkeit gibt unsere Leidenschaft mit und für den Sport miteinander zu teilen.

Ob das ein guter und richtiger Weg ist weiss ich nicht.

Ich hoffe es aber.

Denn wie alle Mütter versuche ich es auch hier einfach nur richtig zu machen mit meinen Kids.

In diesem Sinne
Lieber Gruß

Eure Working Mom – Andrea

1 Kommentar

  1. Meine Kinder machen auch beide Sport im Verein und es gefällt ihnen sehr. Gott sei Dank machen aber beide Sportarten bei denen ich nicht jedes Weekend auf dem Feld stehen muss. Gerade wenn man zwei Kinder hat und alleine ist, wäre es sehr blöd, wenn das zweite Kind ständig mit zu Fussballspielen oder so kommen muss.

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