Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Als ich diesen Tag heute noch mit ein wenig Zeit nur für mich ausklingen liess und dabei auf dem Blog der lieben MamaMiez landete entdeckte ich Ihren Text zu Frau Brüllens Aufruf zum Tagebuchbloggen unter dem Titel WMDEDGT.

Und ganz ehrlich! Dieser Tag war in so vielen Dingen so unglaublich, dass ich ihn einfach mit Euch teilen muss!

Nachdem mein Mann sich am letzten Tag unseres Skiurlaubs mit einem spektakulären Sturz aus der aktuellen Skisaison verabschiedete und somit heute im Krankenhaus unters Messer musste, damit Sehnen und Knochen in seiner Schulter wieder an ihren dafür vorgesehenen Platz gebracht werden, war ich also alleine mit den Kindern.

Schulterbruch

Zugegebenermaßen war meine Laune nicht sonderlich gut, da ich die letzten zwei Tage 15 Trommeln Wäsche (kein Witz) gewaschen hatte und auch den Rest des Urlaubschaos fast allein beseitigt hatte. Der Liebste war ja bewegungstechnisch etwas eingeschränkt.

Als ich nach dem gemeinsamen Frühstück (der Mann war schon seit 7.00 Uhr im KKH) die beiden Kleinen packte um mit ihnen eine Runde einkaufen zu gehen freute ich mich auf ein bisschen frische Luft und eine kleine Runde mit meiner lieben Puppenmama.
Leider war diese besagte Puppenmama im Supermarkt dann alles andere als liebevoll und legte an der Kasse mal wieder ein dramenreiches Schauspiel auf das Parkett, was geschlagene 5 Minuten und 5 kopfschüttelnde Kunden dauerte.
Aus dem Supermarkt draußen stimmte der Mittlere dann in dieses Drama mit ein, da er sich eingebildet hatte, ich müsste mit ihm JETZT in den gegenüberliegenden Spielzeugladen gehen um den von Ihm gewünschten Schleich Wellensittich zu kaufen. Der Laden war aber geschlossen. So versuchte ich also meinen motzenden und weinende Nachwuchs möglichst unbeobachtet dazu zu bringen sich Richtung Heimat zu bewegen und dabei nicht völlig pädagogisch aus dem Rahmen zu fallen.

Kinderwagen

Zuhause angekommen erreichte mich die SMS einer sehr lieben Freundin, die mir anbot meinen Großen abzuholen und über Nacht bei sich zu behalten, so dass die Jungs miteinander spielen konnten und ich mich somit auch nur um 2 Kinder kümmern musste.
Ich nahm dankend an und freute mich, als sie mit ihren beiden Söhnen im Schlepptau kurze Zeit später vor unserer Haustüre stand.
Mein Großer wollte seinem besten Freund seine Weihnachtsgeschenke in seinem Zimmer zeigen und somit verschwanden alle 5 Kinder in den Kinderzimmern und meine Freundin und ich nutzten die Chance ein wenig zu quatschen.

Diese harmonische Situation wurde kurze Zeit später von einem gellenden Schrei und einem bitteren Weinen meines Großen unterbrochen. Als ich im Stechschritt im zweiten Stock angekommen war, lag mein Großer auf dem Boden und weinte herzzerreißend, da er aus seinem Stockbett kopfüber auf den Boden gefallen war.
Am Ende der nächsten 30 Minuten, die wie in Zeitlupe an mir vorbeizogen saß ich mit allen drei Kindern im Auto und fuhr ins Krankenhaus. Ironischerweis in das Krankenhaus, in dem unser Papa gerade im OP lag.

Notaufnahme – alleine mit 3 Kindern – an einem Brückentag – viel mehr brauche ich auch über die nächsten 3 Stunden eigentlich nicht zu sagen!

armbruch

Wir sind nun stolze Besitzer einer blauen Gipsschale (Brüche werden heute nur noch mit einer Gripsschale fixiert – musste ich heute leider lernen).

Als wir um 19.00 Uhr das Krankenhaus verließen war mein Mann noch im Aufwachraum. Die Verletzung war leider doch etwas schwieriger als gedacht und somit die OP auch etwas langwieriger.

Ich habe nun somit ab Donnerstag zwei armkranke Männer zu Hause.
Der Liebste hat die rechte Schulter im Verband mein Großer den linken Arm.

Auch wenn ich mich im Januar eigentlich glutenfrei ernähren und auf Alkohol verzichten wollte, war ich nach unserer Odysee mit den Kids bei Mc Donalds und habe mir eine Flasche Rotwein aufgemacht. Besondere Situationen und so…

Jetzt gehe ich ins Bett und hoffe, dass das Alles nur ein schlechter Traum war. Auch wenn ich mir fast sicher bin, dass dieser fromme Wunsch nicht erfüllt wird.

Eure

Andrea

4 Kommentare

  1. Oh Mann, was für ein scheiß Tag! Ich wünsche Dir starke Nerven für die kommenden Wochen! ((())) viele liebe Grüße, Julia alias Mama Schulze

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  2. Liebe Andrea,

    Oh man, das war ein superätzender Tag, schon beim Lesen wollte ich dir ne Umarmung schenken. Ich hoffe einfach, dass es das jetzt war mit schlechten Erfahrungen für 2015.

    Liebe Grüße,

    Andrea

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  3. Ach du Schande! Das ist genau ein Tag, der eigentlich aus dem Kalender gestrichen werden müsste 🙁 Gute Besserung deinen Jungs!

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  4. Ein mehr als bescheidener Tag. Allen kränkelnden gute Genesung und weiterhin viel Kraft!!

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