Mama, Mama, Mama – die Mama-Dauerschleife

Mama, weisst Du was gestern in der Schule war? „Mama, ich will einen Kakao“ „Mama, ich mag das Brot aber nicht“ „Mama, schau mal“ „Mama, kommt heute der Karli zu uns?“ „Mama, ich mag nicht in den Kindergarten“ Das ist sie, die Mama-Dauerschleife!

Das habe ich mir nicht gerade ausgedacht. Das ist ziemlich exakt heute morgen so gewesen.

Eigentlich beginnt ein Tag bei uns um 6.30 Uhr. Heute liegt die Jüngste schon seit 6.00 Uhr bei uns im Bett und will nicht mehr schlafen. Und obwohl ich mich schlafend gestellt habe und mein Mann die Jüngste zu sich rief, bestand die junge Dame darauf VON MIR unter MEINE Bettdecke gehoben zu werden.
Gut – was solls. An meinen schauspielerischen Fähigkeiten muss ich wohl noch arbeiten!

Das Erwachen der Mama-Dauerschleife

6.45 Uhr – ich gehe zum Esstisch, wo unser Au Pair mit den beiden Jungs gerade den Tisch deckt.
Da rollt sie auf mich los! Laut, rücksichtslos und schonungslos. Die Mama-Lawine!

„Mama, was haben wir für Brot?“ „Mama, das Brot mag ich aber nicht“ „Mama, der Papa hat gesagt heute gibt es Haferbrei“ „Mama, ich habe keine Socken – kannst DU mir welche holen?“

Nach dem 50sten „Mama“ das ohne Kaffee in meinen Adern (dazu bin ich an dem Punkt noch nicht gekommen) auf mich einprallt ziehe ich die Reißleine!

Vor dem Kaffee bitte nicht ansprechen...

Vor dem Kaffee bitte nicht ansprechen…

„WENN IHR NOCH EINMAL EINEN SATZ MIT MAMA BEGINNT FANGE ICH AN ZU SCHREIEN“

Ganz trocken sagt unser Au Pair:
„Es gibt einen Satz, den fangen die Kinder nicht mit Mama an!“
„Wirklich! Welcher?“
„Papa, wo ist die Mama“

Ich muss lachen!

Ich bin mir nur nicht sicher ob aus Verzweiflung oder Resignation!

Diese Mama-Dauerschleife – sie treibt mit regelmäßig in den Wahnsinn! Bitte, bitte sagt mir, dass Eure Kinder auch so sind! Ich glaube dann würde ich mich nicht mehr so schlecht fühlen!

Ok, zugegebenermaßen fühle ich mich nach 5 Stunden Büro und jeder Menge Schokolade die ich in dieser Zeit gegessen habe gar nicht mehr so schlecht. Aber kann das die Lösung sein?

Viel lieber würde ich meinen Kindern beibringen, dass die Deutsche Sprache wunderschön ist und im Satzbau so viel mehr Variationen möglich sind, als die „Mama-Dauerschleife, die sie gerade einsetzen.

Aber wie?

 

Vielleicht sollte ich Ihnen beibringen „Mama“ zu singen?

1 Kommentar

  1. Liebe Andrea,
    mal abgesehen davon, dass ihr hier zuhause mit 2 Kids (3 und 4 Jahre) die Mama-Dauerschleife ebenso habe, sind wir nicht allein. Wunderbares Interview von Kate Hudson, ab Minute 2:35 „I hear mom, mom,mom all the time“ 🙂 https://www.youtube.com/watch?v=9Cvfoik0-CE
    Eine prominente Leidensgenossin!
    Liebe Grüße
    Christine

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