Lange habe ich nicht mehr geblogged. Was nicht daran lag, dass ich nicht 20 Ideen für neue Blogtexte hatte, die ich eigentlich gerne schreiben wollte – oder Gedanken, die ich mit Euch teilen wollte. Sondern daran, dass meine Prioritäten momentan einfach anders gelagert waren. Manchmal kommt eben einfach das Leben dazwischen… Und dann gibt es diesen einen Moment, diese eine Person und du weisst, es ist Zeit! In meinem Fall war dies ein Kommentar, ein verbaler Schlag in den Magenraum, ein Angriff gegen eines meiner Kinder – ein Hater – oder um genauer zu sein eine Haterin… und ich wusste, meine Tasten, mein Blog sind mein Werkzeug, mein Filter und mein Statement, damit umzugehen. Und dies hat einen ganz besonderen Grund…


Liebe Hater – denkt an den Karmabus!

Dieser Text geht raus an alle Hater:


Die meinen, über mich und meine Fähigkeit als Mutter urteilen zu können, nur weil ich nicht nur meine Kinder, sondern auch noch meinen Beruf liebe!


Nur weil ihr euch nicht vorstellen könnt, dass beides zusammen funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass es nicht geht! Ich bin ein Glückskind! Denn ich habe nicht nur die Möglichkeit, durch meine Selbstständigkeit selbst über meine Zeit zu bestimmen. Ich kann unser „Vereinbarkeits-Setting“ auch so an die Bedürfnisse meiner Kinder anpassen, dass es ALLEN gut geht!
Dies heisst aber dennoch nicht, dass uns das Leben als Familie immer leicht fällt, wir immer nur lachen und glücklich sind. Auch wir gehen durch Täler, haben Probleme zu überwinden und Seelen zu streicheln. Doch nur, weil ich Dir nicht ausführlich von diesen Problemen und Tälern berichte, Dich nicht an unseren Lösungen teilhaben lasse, ganz besonders nicht hier auf meinem Blog, heißt dies noch lange nicht, dass für uns als Familie unsere Kinder nicht immer im Mittelpunkt stehen.
Ganz im Gegenteil! Genau dadurch das ich Dir davon nicht erzähle schütze ich meine Kinder vor den Voruteilen wie von Menschen wie Dir!

Ich bin die Cheffin hier in meinem Blog! Ich entscheide, wie weit ich die Türe öffne und dich an meinem Leben teilhaben lasse. Mir ist klar, dass dies nicht überall auf Begeisterung trifft! Und das muss es auch gar nicht! Aber nur, weil Du meine Begeisterung für das digitale Gedanken teilen nicht nachvollziehen kannst, gibt Dir das noch lange nicht das Recht, über mich, meine Kinder und meine Leistung als Mutter zu richten oder hinter meinem Rücken zu lästern!


Die meinen, mein weiblicher Zusammenhalt wäre nur geheuchelt!


„Da redet die Anderl immer von weiblichem Zusammenhalt – und supportet mich dennoch nicht.“ Das hast Du mir (hintenrum) vor die Füße geworfen!

Schon in meinem Grundschulzeugnis stand: „Andrea sollte sich mehr auf sich selbst konzentrieren – und nicht so sehr auf die Bedürfnisse anderer“ und eigentlich hat sich das bis heute nicht wirklich geändert.

Ich biete mein Hilfe gerne und häufig an. Habe (so gut es geht) ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen. Ich versuche, auf die Bedürfnisse meiner Mitmenschen Rücksicht zu nehmen.
Ich liebe es, Menschen und ganz besonders Frauen, zusammenzubringen und zu sehen, wie sie gemeinsam wachsen.
Doch ein wichtiger Faktor ist für mich hierbei, dass auch mein Umfeld dies tut – das gleiche Mindeset hat! Ich möchte nur da geben, wo auch weiter geteilt wird! Möchte nur da helfen, wo auch Wertschätzung vorhanden ist. Möchte ganz besonders die Frauen feiern, die dies auch für andere Frauen tun!
All dies Geben und Nehmen muss dabei nicht immer im Gleichgewicht sein! Manchmal haben wir mehr Kraft zum Geben – manchmal brauchen wir genau diese Kraft von Anderen.
Doch wenn ich merke – wie bei Dir – dass mein Angebot nach Hilfe abgelehnt wird – und mir im Nachgang dann aber das Nichtanbieten von Hilfe vorgeworfen wird – dann weiss ich: Wir zwei haben eben nicht den gleichen Mindeset!

Und das akzeptiere ich dann – ganz ohne Wertung und Groll! Denn wir Menschen sind nun mal verschieden. Und dies hat so viele Gründe und Wurzeln. Es steht mir gar nicht zu, diese zu bewerten oder darüber zu urteilen! Ich würde mir nur wünschen, Du würdest es auch nicht tun!


Die meinen, hinter meinem Rücken reden zu müssen

Irgendwie war ich schon immer eine Außenseiterin. Irgendwie war ich schon immer anders. Vielleicht ist dies auch nur ein Gefühl, das ich habe und mein Umfeld sieht dies völlig anders? Aber in meiner Schulzeit habe ich die Schattenseiten des „anders sein“ schmerzlich gespürt.
Ich war nie eine von den „Coolen“, gerade in der weiterführenden Schule waren da nur wenige, die zu mir hielten, während der Rest der Klasse über meinen eigenwilligen Kleidungsstil, meine dünnen Beine oder meine große Nase lästerten.
Bereits in dieser Zeit habe ich gelernt, mich abzugrenzen! Ich war nicht wie sie und wollte auch nicht so sein!

Ich fing an, meine rote Hose, die alle so Scheisse fanden erst recht zu tragen – und je mehr sie lästerten, desto hässicher wurde ihr Wesen für mich.

Noch heute kann ich wirklich schlecht mit Ausgrenzung und Mobbing umgehen, wenn ich es bei anderen sehe. Denn ich weiss, wie weh es tut, auf der anderen Seite zu stehen!

Wir müssen nicht jeden/jede mögen und alles gut finden! Aber nur weil wir etwas nicht gut finden, gibt uns dies noch lange nicht das Recht unser Gegenüber zu verletzen.

Du findest etwas nicht gut, was ich mache? Dann sag es mir! Von Angesicht zu Angesicht! Ich finde ein ehrliches, direktes und offenes Feedback auf Augenhöhe gibt uns immer wieder die Möglichkeit, uns zu verbessern und unser Handeln zu korrigieren und zu überdenken!

Doch nur, weil Du etwas nicht gut findest, was ich mache, gibt Dir das noch lange nicht das Recht, hinter meinem Rücken über mich zu lästern! Du hast kein Recht andere Menschen in deine Abneigung gegen mich hineinzuziehen und auch ihre Blick zu verklären!

Ich erwarte von niemandem, dass er mich gut findet! Aber erwarte nicht von mir, dass ich mich selbst nicht mehr gut finde, nur weil du meinst, hintenrum über mich urteilen zu müssen! I have been there!
Menschen wie Du können mich nicht mehr verletzen! Ich weiss wer ich bin, was ich kann und auch was ich nicht kann!
Ich habe kein Problem damit, Schwächen oder Fehler zuzugeben und sehe diese Fähigkeit als wahre Stärke!


Die Sache mit dem Karmabus!

Feel free to give me Feedback – but stop to judge!

Ich bin sonst kein besonders gläubiger Mensch! Aber ich glaube an den Karmabus!

Ich glaube daran, dass wir bekommen, was wir geben! Dass ein Herz voll Neid und Missgunst kein guter Ratgeber ist.

Ich bin der festen Überzeugung, dass genau dieser Neid und die Missgunst am Ende Euch selbst mehr schaden, kaputt macht und zerfrisst als euer Gegenüber!


To all the Haters out there:

Ihr werdet mich nicht klein kriegen! Ich werde nicht aufhören zu bloggen, nur weil ihr es nicht gut findet! Ich werde nicht aufhören meinen Beruf zu lieben und meine Vereinbarkeit zu leben, nur weil ihr nicht daran glaubt! Und ich werde auch nicht damit aufhören an Feminismus und Zusammenhalt zu glauben und dafür zu kämpfen, nur weil ihr es nicht tut! Ich werde nicht den Glauben an mich selbst verlieren, nur weil ihr es nicht tut! Ich werde nicht mein Leben verändern, nur um Euch zu gefallen!

Denn die einzigen Menschen, denen gegenüber ich mich tief verwurzelt und verantwortlich fühle sind meine Kinder, mein Mann, meine Eltern, meine Geschwister, meine Herzens-Freunde und ich selbst!
Das sind die Menschen, die auch da sind, wenn es mir mal nicht gut geht! Die mir ebenso viel geben wie nehmen! Die ich bedingungslos liebe!

Mein Herz, mein Geist und mein Ohr ist offen für Menschen, die mir ehrlich, auf Augenhöhe und offenen Herzens begegnen! Die ebenso wie ich an Zusammenhalt glauben, die reflektieren, kommunizieren und versuchen, vorurteilsfrei Menschen zu begegnen…


Und das lasse ich mir von niemandem nehmen! Auch nicht von Dir!