It has been a while! Ja, ich habe wirklich lange nicht mehr geblogged. Zumindest nicht hier unter die-anderl.de. In meinem Kopf habe ich wöchentlich Texte geschrieben. Über meine Arbeit, meinen Co-Woring-Space und so vieles mehr. Aber manchmal kommt eben das Leben dazwischen. Und die Self-Care – über die ich heute schreiben will.

Self-Care Baby – es wurde höchste Zeit

Self was??? Self-Care. Um mich selbst kümmern. Selbst gut zu sich sein! Ich mache das viel zu wenig! Ihr auch?
Immer ist irgend etwas. Mit den Kids. Mit dem Job. Irgendetwas Anderem. Zeit für mich bleibt da viel zu selten! Und dabei merke ich immer wieder, je weniger Zeit ich mir für mich selbst nehme, desto schlechter klappt auch der ganze Rest.

Tränen, Ängste und Mammographie

Vor fast einem Jahr war da so ein stechen in meiner Brust. Immer wieder! Immer stärker. Es machte mir eine riesen Angst! Ich war seit Jahren nicht mehr beim Frauenarzt gewesen. Gesundheitlich gab es keinen Grund – und die Vorsorge nahm ich nicht so wichtig. Ich nahm MEINE Gesundheit nicht so wichtig. Mein Kopf drehte sich wie ein Karussell. Was, wenn ich Krebs habe? Ist das die die Strafe dafür, dass ich so lange nicht beim Arzt war? Das ich meine eigene Gesundheit nicht so wichtig nahm wie die meiner Kinder?

Also ich von der Mammographie kam und der Befund negativ war, flossen meine Tränen! Aber nicht nur vor Erleichterung, sondern auch aus Wut über mich selbst! Wie konnte ich mit mir selbst so wenig wertschätzend umgehen? Warum nahm ich mich selbst und meine Bedürfnisse nicht wichtig? An diesem Tag beschloss ich, dass sich etwa ändern musste. Auch ich habe es verdient mir selbst Zeit, Aufmerksamkeit und Self-Care zu schenken!

Mein Weg der neuen Selbstliebe

Ich bin der festen Überzeugung – wie bei so vielen Dingen im Leben – Jeder und Jede muss seinen eigenen Weg finden. Es gibt nicht nur eine Lösung für alle. Sondern viele. So ist das auch bei der Self-Care.

Für mich bedeutet Selbstliebe heute nicht nur meine Gesundheit wichtig zu nehmen und daher alle Vorsorgetermine wahr zu nehmen, sondern auch Zeit für mich selbst und die Dinge, die mir gut tun!

Einsamkeit und Zeit nachzudenken

Ich bin wirklich gerne allein! Ich liebe Menschen – aber genauso wie ich Menschen und Austausch liebe, brauche ich Zeit für mich! Zeit, zum Reflektieren, zum Denken und zum Nichtstun. Denn genau diese Zeit kann am Ende oft die Produktivste und wichtigste Zeit sein!
Aber auch diese Zeit muss ich mir ganz bewusst zwischen Job, Familie und Co nehmen.
Früher habe ich oft abends, wenn die Kinder im Bett sind noch gearbeitet. Denn dieses Gefühl nicht mit der Arbeit fertig zu sein habe ich eigentlich ständig. Dennoch arbeite ich heute an mindestens 3 Tagen unter der Woche nicht. Denn diese drei Abende gehören nur mir. Und das tut sooooo gut

Die Welt dreht sich weiter, auch ohne die Überstunden. Das Haus ist vielleicht dreckiger – aber auch das überleben wir. Die Auswirkungen und der Verlust, den ich dadurch spüre ist so viel geringer als die Kraft und Zufriedenheit, die ich aus der Zeit nur für mich ziehe!

Sport – wieder den eigenen Körper fühlen

Das mit Sport wichtig ist, ist eigentlich kein Geheimnis mehr. Er war und ist immer schon ein Teil meines Lebens. Ein sehr wichtiger. Doch auch dieser Teil rutscht im Vereinbarkeitswahnsinn gerne mal hinten runter.
Daher plane ich ihn heute fest in meinen Alltag ein, um ihm genug Raum zu geben. Mit „Alltäglichem“ wie regelmäßiges Laufen gebe ich mir große Mühe – aber ich gebe zu, oft klappt das nicht so wie ich will.

Daher sind es „Sportevents“, die ich mir wie kleine Auszeiten oder Fluchten aus dem Alltag über das Jahr verteile. Denn diese plane ich langfristig, oft sind sie über mehrere Tage und haben damit noch mal einen ganz anderen Entspannungsfaktor.

Tourengehen ist so viel Spaß, Stille und Entspannung

Das sind Events wie das Womenswintercamp, bei dem ich vor drei Jahren das erste mal war – und seit dem fest in meinem jährlichen Kalender steht. Oder der Berlin-Halbmarathon, den ich dieses Jahr mit den wohl coolsten Frauen bestritten habe.
Auch mein Mountainbike-Downhill Versuch letztes Jahr war so ein Event – auch wenn er am Ende vielleicht nicht so endete, wie ich es mir gewünscht hatte.

Was ich persönlich bei der Auswahl der Events mittlerweile gemerkt habe – ich bin echt wählerisch geworden – und mag am liebsten Sportevents die „Women only“ sind. Denn gemeinsam nur mit Frauen Sport zu machen ist einfach so viel entspannter. Und das ist ja das was ich suche! Entspannung!

Körperlich und mental an Orte gehen, an denen ich noch nicht war. Auch eine Art „Self-Care“ für mich.

Die Königin der Frauenevents ist hier für ich sporting-women.de (unbezahlte Werbung aus ganzem Herzen) – egal ob Rennradfahren, Langlaufen, MTB-fahren, Summer-Events oder Mom&Kids Retreats. Das Team von Fiedler Konzept weiss einfach ganz genau was Frauen wollen. Dieses Events sind für mich immer die perfekte Möglichkeit mir eine sportliche Auszeit zu gönnen, Neues unverbindlich auszuprobieren und tolle, neue Frauen mit der gleichen sportlichen Leidenschaft kennenzulernen!

Ich, beim Schusters Ladys day – einen Tag neuen Sport und Equipment testen. Perfect day! ©Anne Kaiser

Die letzten 12 Jahre als (arbeitende) Mutter haben mich immer wieder an meine Belastungsgrenzen gebracht. Müdigkeit, die Tatsache, dass immer irgendwas zu kurz kommt. So viele Dinge die ich gerne machen will – und so wenig Zeit, die oft am Ende bleibt. Manchmal fühlt es sich an wie eine immer wiederkehrende Schleife. In Verbindung mit einem ständig lauernden schlechten Gewissen.

Ich für mich habe gelernt, dass ich hin und wieder daraus ausbrechen muss. Egoistisch sein könnte man sagen? Mich mal ganz vorne anstellen…

Für mich hat es eher was mit Wertschätzung zu tun. Wertschätzung von MIR selbst an MICH. Ich glaube, sie ist genauso wichtig, wie die Wertschätzung von anderen! Self-Care Baby 😉

Ich merke, wie es mir damit so viel besser geht! Und ich nachhaltiger mit mir und meinen Ressourcen haushalte. Ich hoffe, ich kann mir das noch lange bewahren! Und wenn nicht, dann muss ich einfach diesen Artikel nochmals lesen, um mich daran zu erinnern ;_)