Wow – das Jahr 2017 ist nun fast rum! Und Mann war es turbulent. Meine Selbstständigkeit, das Ende meiner Wochenendehe, der Schulübertritt des Großen, mein Umzug in den neuen Co-Working-Space und viele spannende Jobs und Aufträge. Ich bin unglaublich dankbar und gleichzeitig fühle ich mich müde und erschöpft. Immer mehr wird für mich klar – 2018 muss sich etwas ändern! Doch was? Und wie? Welche Entscheidungen muss ich treffen, um am Ende nicht immer das Gefühl eines Seiltanzes zu haben?

 

Entscheidungen treffen – aber wie?

 

Mein Leben meinte es in den letzten Monaten wirklich gut mit mir. Spannende Projekte wie mein Storytelling Workshop für die Webseite trotz-ms.de, Vorträge für die denkst.net und swissblogfamily haben nicht nur unglaublich viel Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, dass die Weitergabe von Wissen ein echtes Herzensthema für mich ist.

Aber auch wenn der Übertritt meines Großen wirklich gut gelaufen ist, merke ich dennoch, dass das Gymnasium weit mehr Unterstützung der Eltern verlangt als noch die Grundschule. Hier will und muss ich im neuen Jahr noch mehr Zeit investieren.

2017 war zudem nicht unbedingt mein großes, sportliches Jahr. Meine Krämpfe in der Hüfte beim Tegernsee Halbmarathon, kein einziger Triathlon an dem ich in diesem Jahr teilgenommen habe – so richtig zufrieden bin ich mit diesem Jahr aus sportlicher Sicht nicht. Und in 2018 habe ich hier Großes vor…

Doch was bedeuten diese Erfahrungen in Bezug auf meine kommenden Entscheidungen? Und welche Veränderungen muss ich treffen, um wieder das Gefühl zu haben im Gleichgewicht zu sein? Das sind Fragen, die mir in den letzten Wochen oft im Kopf herum gegangen sind.

 

Entscheidung treffen leicht gemacht

 

Fokussieren mit Entscheidungssilos

 

Gerade dann, wenn man das Gefühl hat selbst nicht weiter zu kommen, hilft mir Inspiration von außen besonders. Meine neue Inspirationsquelle hier – da sie sich super in meinen Alltag integrieren lässt – Podcasts. Besonders mag ich den Podcast „On my way to new Work“, da ich hier immer wieder spannenden Input rund um das Thema „Neue Arbeitswelt“ erhalte.

Das Interview mit Warren Rustand, der Profi Basketballspieler war, im White House gearbeitet hat,  9-facher Vater ist und CEO von einigen, vorwiegend sozial engagierten Unternehmen war, hat bei mir in Sachen Entscheidungen treffen einiges ausgelöst. Seinen Podcast könnt ihr hier nachhören.

 

Silos helfen bei der Entscheidung

 

Warren Rustand berichtet darüber, dass er sein Leben in Silos eingeteilt hat. Auf Basis dieser trifft er alle seine Entscheidungen. Besonders auch dann, wenn es um Termine geht. Das klingt im ersten Moment komisch – macht aber total Sinn.

Ich habe in den vergangenen Wochen meine Silos definiert und sie in eine gewisse Reihenfolge gebracht, die auch gleichzeitig die Priorität darstellt.

Meine Entscheidungssilos sind:

  1. Kinder & Familie
  2. Erfüllung im Job
  3. Sport
  4. Ich
  5. Soziales Engagement

Und genau nach diesen Silos versuche ich aktuell mein neues Jahr zu planen. Was ist mir wirklich wichtig? Wo liegt mein Schwerpunkt? Was macht MIR Spaß. Und wofür brenne ich? All das sind Fragen die es zu beantworten gibt.

 

Wenn ich in Zukunft also eine Terminanfrage rein bekomme – oder eine Anfrage für ein Projekt, dann werde ich diese genau abwägen – anhand meiner Entscheidungssilos. Das hört sich jetzt sehr konstruiert an? Ich will Euch ein Beispiel geben.

 

Entscheidungssilos – ein real live Test

 

Gerade als Freelancer ist es so, dass das Jobaufkommen leider nicht sehr konstant ist. Jobaufträge kommen meist eher in Wellen. In Phasen in denen eher Ebbe ist, kann man auch schon mal Muffensausen bekommen. Wenn dann wieder Flut ist und Anfrage nach Anfrage ins Haus flattern neige ich dazu, alles anzunehmen was geht. Meist aus Angst vor der nächsten Ebbe. Was dann meist passiert – Stress pur! Die Workload ist riesig, die  Zeit zu knapp und die Nerven werden immer dünner. Ich werde ungeduldig – habe nicht mehr genug Zeit für meine Kinder und am Ende habe ich oft das Gefühl, niemandem so richtig gerecht zu werden. Nicht dem Job, nicht der Familie und auch nicht mir.

Wenn ich in Zukunft Projektanfragen bekomme, geht mein erster Blick nicht nur in Richtung meines beruflichen Terminkalenders. Sondern ich spreche (gerade große Projekte) auch parallel mit meiner Familie ab. Stelle sicher, dass ich gerade nachmittags noch genug Zeit für meine Kids habe und die gemeinsame Zeit des so wichtigen und wunderbaren gemeinsamen „Nichts tun“ nicht zu kurz kommt.

Das kann bedeuten, dass ich im neuen Jahr einige Projekte auch absagen werde. Besonders die kurzfristigen – und schlecht bezahlten. Dies kann im ersten Moment zur Folge haben, dass die Momente der Ebbe vielleicht noch etwas stärker ausfallen. Aber eben auch, dass mich die Flut im neuen Jahr nicht mehr ganz so heftig trift wie in diesen Jahr.

 

Weniger ist mehr

 

Entscheide du!

Ob mir das gelingen wird? Ich weiss es nicht. Ob ich so immer nur noch die richtigen Entscheidungen treffen werde? Dafür müsste mir klar sein, was die richtige Entscheidung überhaupt ist!

Ich weiss nur, ich möchte weniger zweifeln. Ich möchte entschleunigen und ich möchte wieder mehr bei mir sein! Ich glaube daran, dass die Entscheidungssilos ein Baustein sein können um mir dabei zu helfen.

 

Was denkt Ihr?